Nachhaltig: Erstes Holz-Hallenbad entsteht in Baden-Württemberg

In einem Schwimmbad sieht man von der Seite das wunderschöne, klare, türkise Wasser eines Schwimmbeckens. Es scheint noch niemand drin zu sein und das Wasser im Becken wirkt ruhig.
Symbolbild © istockphoto/Golfcuk

Baden-Württemberg kann als Perle Süddeutschlands mit vielem locken und bald kommt auch ein Holz-Hallenbad dazu. Das erste seiner Art setzt dabei nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern will Gäste mit vielen Attraktionen und Neuheiten locken.

Vor allem die Winterzeit ist bei den Deutschen beliebt, um in einer Therme, Sauna oder einem beheizten Schwimmbad so richtig schön zu entspannen. In Baden-Württemberg geht das zukünftig noch besser, nämlich im ersten Holz-Hallenbad seiner Art.

Wenn ein Schwimmbad zum Wanderer wird

In Stuttgart-Zuffenhausen beginnt gerade ein Bau, der so bislang in Europa nicht zu finden ist: Ein Hallenbad, das nicht für alle Zeit an einer Stelle bleibt, sondern mobil geplant wurde. Es verwendet vorgefertigte Holzmodule, die im Werk zusammengesetzt und vor Ort montiert werden. Das spart enorm an Bauzeit und reduziert Baustellenbelastung. Holz steht dabei im Zentrum: Als tragende Konstruktion, Fassade und Teil der Unterkonstruktion des Beckens. So geht es nicht nur um eine andere Bauweise, sondern um einen bewussten Schritt Richtung ressourcenschonendes Bauen.

Auffällig ist auch: Das Gebäude entsteht mit einem Vorfertigungsgrad von bis zu 90 Prozent im Werk. Das bedeutet weniger Bauzeit auf der Baustelle und weniger Störungen in der Umgebung. Wenn man außerdem selbst einmal an einem solchen Bau mitarbeitet, lohnt sich ein Blick auf die Modul-Logistik. Noch selten eingesetzt im Schwimmbadbau, aber mit hoher Effizienz. Man sollte zudem wissen, dass dieses Bad Teil der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA’27) ist – damit steht die Stadt Stuttgart für neues, mutiges Bauen.

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Jetzt enthüllt sich das Wesentliche: Das neue Bad misst ein 25-Meter-Schwimmbecken mit 12,5 Metern Breite und erfüllt damit typische Vereins- und Schulnutzungen. Es entsteht zuerst in Zuffenhausen, danach will man es nach Möhringen und schließlich Untertürkheim versetzen. Je nach Bedarf, dort wo gerade Kapazität fehlt. Das rückbaubare Konzept macht das Bad zu einer Ersatzwasserfläche, wenn andere Bäder saniert werden. Ein praktischer Vorteil: Städte müssen nicht dauerhaft neue Gebäude bauen, sondern können flexibel reagieren.

Für Verbraucher bedeutet das: Wer in diesen Stadtteilen wohnt, profitiert von kürzeren Wegen zum Schwimmen und modernen Anlagen. Wer mitplanen und mitdenken will: Man sollte bei der Stadt auf die Kommunikation zur Eröffnungszeit achten – oft gibt es Aktionen oder Sondertarife bei Neubauten.

(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider Redakteure, Stadt Stuttgart, Stuttgarter Bäder, POOL out of the BOX GmbH)