Neue Aktion: Milliardär aus Baden-Württemberg gibt Kostenloses

Eine riesige Yacht legt an einem Hafen an. Die Menschen machen darauf Urlaub und genießen das gute Wetter und das Wasser. Die Luxusyacht ist der Traum vieler Touristen.
Symbolbild © imago/ZUMA Press Wire

Ein Milliardär aus Baden-Württemberg macht vor, wie Kultur für alle funktionieren kann: Besucher zahlen für dieses Angebot keinen Cent und bekommen doch richtig viel geboten.

Zahlreiche Menschen nutzten es bereits – und dennoch wissen viele nichts davon. Hinter dem außergewöhnlichen Angebot steckt einer der reichsten Männer Deutschlands.

Kunstschätze statt Staub im Depot

Während vielerorts für Kultur und Freizeit tief in die Tasche gegriffen werden muss, setzt ein Unternehmer aus Baden-Württemberg seit Jahren auf ein ganz anderes Konzept. Sein Ziel: Kunst für alle zugänglich machen – und zwar völlig kostenlos. Die Rede ist von Reinhold Würth (90), dem Unternehmer, Kunstsammler und Milliardär aus Hohenlohe. Mit seiner Leidenschaft für Kunst hat er über Jahrzehnte eine der bedeutendsten Privatsammlungen Europas aufgebaut. Rund 20.000 Werke umfasst die Sammlung inzwischen. Sie reicht vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart und deckt damit rund 500 Jahre Kunstgeschichte ab.

Viele Sammler bewahren ihre wertvollsten Werke hinter verschlossenen Türen auf. Nicht so Reinhold Würth. Schon früh entstand bei ihm der Wunsch, seine Kunstschätze mit der Öffentlichkeit zu teilen. Deshalb eröffnete er bereits 1991 am Firmensitz in Künzelsau-Gaisbach das Museum Würth. In den folgenden Jahren kamen weitere Ausstellungshäuser hinzu. Dazu zählen die Hirschwirtscheuer in Künzelsau, die Kunsthalle Würth sowie die Johanniterkirche in Schwäbisch Hall. Mit dem Museum Würth 2 entstand 2020 zudem ein modernes Haus mit Konzert- und Konferenzsaal. Das Besondere dabei: Der Eintritt in sämtliche Museen und Kunstforen der Würth-Gruppe ist kostenlos.

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Fast 500.000 Besucher in einem Jahr

Allein im Jahr 2024 wurden die Museen und Kunstforen der Würth-Gruppe europaweit von rund 495.000 Menschen besucht. Die Häuser verstehen sich dabei nicht nur als Ausstellungsorte, sondern auch als Treffpunkte für den gesellschaftlichen Austausch.

Wer in Baden-Württemberg auf der Suche nach günstigen oder kostenlosen Ausflugszielen ist, findet neben den Würth-Museen zahlreiche weitere Möglichkeiten. Beliebt sind etwa die Landschaften des Schwarzwalds, die Schwäbische Alb oder die Ufer von Bodensee, Rhein, Neckar und Donau. Übrigens: Das größte Kunstmuseum der Welt steht nicht in Deutschland, sondern in Paris. Der berühmte Louvre gilt mit einer Fläche von rund 360.000 Quadratmetern als größtes Kunstmuseum der Erde – inklusive der Tuilerien-Gärten sind es sogar etwa 370.000 Quadratmeter. Das entspricht ungefähr 52 Fußballfeldern.

(Quellen: Schwäbische Zeitung, Würth-Gruppe)