Neuer Preis-Schock in BW – Inflation zieht plötzlich wieder an

50-Euro-, 100-Euro- und 200-Euro-Scheine werden vor einen Stromzähler gehalten. Das Bargeld symbolisiert die Strompreise, die jetzt Rekordhöhen erreichen, weil sie teilweise doppelt so teuer werden.
Symbolbild © istockphoto/yul38885

In Deutschland werden schon seit Jahren viele Waren, Dienstleistungen und auch Energie teurer. Nun kommt ein neuer Preis-Schock in BW und die Inflation übt weiteren Druck auf die Bürger in Süddeutschland aus.

Die Inflation in Baden-Württemberg steigt wieder. Besonders Energie treibt die Preise nach oben, während die Kosten für Lebensmittel gleichzeitig aber eine andere Entwicklung zeigen. Der Preis-Schock durch die Inflation in BW ist aber trotzdem sehr deutlich sichtbar.

Teuerungswelle, doch nicht bei allen Produkten 

Die Preise im Südwesten entwickeln sich wieder in eine ungünstigere Richtung. Nachdem die Teuerungsrate im Juli noch bei 2,5 Prozent gelegen hat, steigt sie im August auf 2,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöht sich das Preisniveau um 0,1 Prozent. Dabei zeigt sich ein bemerkenswerter Gegensatz. Während Haushalte bei manchen Lebensmitteln sogar etwas weniger bezahlen, zieht der Bereich Energie deutlich an. Genau diese Unterschiede machen die allgemeine Inflationsrate für den einzelnen Geldbeutel schwer greifbar.

Bei Lebensmitteln gibt es zunächst Entlastung. Gegenüber August 2025 sinken die Preise insgesamt um 0,2 Prozent. Speiseöle und Fette verbilligen sich sogar um 14,7 Prozent, Molkereiprodukte und Eier um 4,9 Prozent. Auch im Monatsvergleich ist Bewegung zu sehen. Gemüse kostet 1,9 Prozent weniger als im Juli, Obst 1,6 Prozent weniger. Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte steigen dagegen um 1,5 Prozent. Bei schwankenden Lebensmittelpreisen lohnt sich deshalb ein Blick auf saisonale Produkte und aktuelle Angebote. Spannender wird es bei Energie.

Lesen Sie auch
Nächte werden heißer – BW-Stadt liegt bundesweit an der Spitze

Inflation in Baden-Württemberg: Energie wird zum Preistreiber

Die Energiepreise steigen gegenüber Juli um 1,0 Prozent. Heizöl verteuert sich binnen eines Monats um 2,1 Prozent, Kraftstoffe um 1,9 Prozent. Strom wird dagegen nochmals um 0,3 Prozent günstiger. Noch drastischer fällt der Jahresvergleich aus: Energie kostet 9,0 Prozent mehr als im August 2025. Heizöl liegt sogar 42,9 Prozent über dem Vorjahreswert, Kraftstoffe sind 24,2 Prozent teurer. Strom verbilligt sich hingegen um 6,2 Prozent, Gas um 2,2 Prozent.

Für Haushalte bietet sich deshalb gerade beim Strom ein Gegensteuern an. Die Verbraucherzentrale empfiehlt unter anderem, Stand-by-Verbrauch zu vermeiden, alte Stromfresser zu überprüfen und etwa Kühlgeräte, Beleuchtung oder Waschprogramme effizienter zu nutzen. Nach ihrer aktuellen Einschätzung kann bei konsequentem Energiesparen ein erhebliches Einsparpotenzial entstehen. Bemerkenswert ist außerdem die Kerninflation von 2,4 Prozent. Sie liegt unter der allgemeinen Teuerungsrate von 2,6 Prozent. Der zusätzliche Preisdruck kommt in Baden-Württemberg damit also hauptsächlich aus dem Energieblock.

(Quellen: StatLA BW)