Neues gefährliches Wildtier kommt bald in den Schwarzwald

Ein Tal mit Wäldern und Wiesen aus der Vogelperspektive. Verschiedene Bäume und Pflanzen stehen auf Hügeln und bieten die perfekte Heimat für viele wilde Tiere.
Symbolbild © istockphoto/Meindert van der Haven

Rettung in letzter Sekunde: Ein neues gefährliches Wildtier wird bald mitten im Schwarzwald sein neues Zuhause finden. Doch die Verantwortlichen sprechen von extremer Tierquälerei.

Ein neues gefährliches Wildtier zieht bald in den Schwarzwald. Doch die Verantwortlichen freuen sich so gar nicht auf den Neuankömmling und machen sich Sorgen.

Das war knapp: fast hätte das Tier es nicht geschafft

Jetzt ist es offiziell: Ein neues gefährliches Wildtier zieht nach Baden-Württemberg. Dabei handelt es sich nicht um einen der in der Gegend immer häufiger gesichteten Wölfe, sondern um eine bekannte Bärendame. Bekannt ist sie unter dem Namen Gaia, denn sie sorgte im April 2023 für Schlagzeilen. Damals griff sie einen Jogger in Italien an. Der Mann konnte dem Tod gerade so entrinnen und seitdem wird diskutiert, was mit der Problembärin passiert.

Plan A war, das gefährliche Tier zu erlegen, doch Tierschützer schritten in letzter Sekunde ein und retteten der Bärin mit der Bezeichnung JJ4 das Leben. Aktuell lebt sie in der Nähe des Ortes Trient in Italien, doch das ist keine langfristige Lösung. Deshalb soll Gaia schon bald nach Deutschland umziehen. Konkret wird sie dann ab 2025 in einer einen Hektar großen Freianlage im Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach leben. Doch die Verantwortlichen des Parks freuen sich nicht wirklich auf sie.

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Es ist Tierquälerei: Der Tod wäre besser gewesen

Ein genaues Umzugsdatum gibt es noch nicht. Von der Nachricht, dass ein neues gefährliches Wildtier in den Ort zieht, sind jedoch schon jetzt einige Bürger besorgt. Doch die Verantwortlichen beschwichtigen und erklären, dass die gesamte Anlage von knapp drei Meter hohen Elektrozäunen umgeben sein wird. Dazu kommt ein Untergrabungsschutz sowie eine Kameraüberwachung der Bärin. Insgesamt hat der Bau des Geländes damit etwa eine Million Euro gekostet. Glücklich sind die Park-Inhaber dennoch nicht. Sie haben bereits öffentlich Stellung bezogen und sich dafür ausgesprochen, dass es besser gewesen wäre, Gaia abzuschießen.

Diese erstmal schockierende Aussage stützen sie mit dem Argument, dass es Tierquälerei sei, das wilde Tier jetzt einzusperren, nachdem sie ihre siebzehn Lebensjahre zuvor in Freiheit verbringen durfte. Bernd Nonnenmacher, der Geschäftsführer des „Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald“ rechnet fest damit, dass sie aufgrund ihres starken Freiheitsdranges immer wieder versuchen wird auszubrechen. Deshalb sollen auch keine Besucher oder andere Tiere an sie herankommen. Ob sie jemals in ein weniger gesichertes Gehege umziehen kann, ist unklar. Perspektivisch wurde es jedoch nicht nur für sie, sondern auch für andere Tiere gebaut, die in der Zukunft einen Unterschlupf brauchen.