Neues Virus in Baden-Württemberg – Behörden schlagen Alarm

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines Schildes. Es ist leuchtend rot gestaltet und hebt sich deutlich vom Hintergrund ab. Auf dem Schild steht in gut lesbaren weißen Buchstaben: "Achtung Seuchengefahr".
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Ein neues Virus wütet nun in Baden-Württemberg und versetzt nicht nur die Bürger der Region, sondern auch die Behörden in erhöhte Alarmbereitschaft. Erste Maßnahmen wurden bereits ergriffen, um die Ausbreitung einzudämmen.

Die Behörden in Baden-Württemberg schlagen Alarm, denn ein neues Virus breitet sich hier fast ungehindert aus. Für die Betroffenen hat dies schwere Auswirkungen, weshalb nun erst Maßnahmen ergriffen wurden.

Wieder eine neue Seuche in der Landwirtschaft: Viehbauern geraten an ihre Grenzen

Wieder einmal hat es ein neues Virus nach Baden-Württemberg geschafft. Inzwischen wütet die Krankheit so um sich, dass sogar die Behörden Alarm schlagen. Das Virus befällt Rinder, Schafe und Ziegen und breitet sich derzeit rasant aus. Rinderbauern erkennen einen Befall daran, dass die Tiere Fieber und Durchfall bekommen. Milchkühe geben bei einer Infizierung mit diesem Virus weniger Milch. Die zuständigen Behörden untersuchen das Virus aktuell anhand mehrerer Proben, um die Auswirkungen auf die infizierten Tiere selbst sowie den Menschen einschätzen zu können.

Neues Virus in Baden-Württemberg: „Wird wohl noch einige Zeit andauern“

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat bereits einige Proben untersucht und kam zu eher beruhigenden Schlussfolgerungen. Allerdings dürfe man nicht vorschnell handeln und schwerwigende Konsequenzen unterschätzen. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei dem Virus um „ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe“, heißt es. Das Virus soll zur Schmallenberg-Virus-Gruppe gehören. Bisher konnte man feststellen, dass der Erreger aus Afrika, Asien oder Australien nach Europa und damit nach Deutschland kam.

Lesen Sie auch
Meteorologen warnen: Baden-Württemberg vor starken Unwettern

Der Verlauf des Virus gestaltet sich bei ausgewachsenen Tieren mild bis moderat, so die Experten. Lediglich auf ungeborene Tiere im Mutterleib könne es je nach Stadium der Trächtigkeit zu Aborten, Totgeburten oder Nachwuchs mit erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Eine weitere gute Nachricht besteht darin, dass das Virus für den Menschen ungefährlich ist. Nach vorsichtiger Einschätzung der Wissenschaftler ist es auch nicht auf den Menschen übetragbar. Allerdings dauern die Untersuchungen noch an. Da das Virus von Mücken übertragen wird, müssen sich die Landwirte noch bis November auf eine weitere Ausbreitung einstellen. Bis dahin sind die Stechtiere nämlich noch unterwegs.

(Quellen: Friedrich-Loeffler-Institut, BMEL)