
Neuschnee sorgt derzeit für überraschend gute Wintersportbedingungen im Schwarzwald: Mehrere Skilifte öffnen, die Pisten werden präpariert und Ski- wie Snowboardfans freuen sich über ein echtes Schneevergnügen.
Frischer Neuschnee überrascht den Schwarzwald und sorgt für volle Lifte – Wintersportler erleben ein Winter-Wochenende auf perfekt präparierten Pisten.
Weißes Wunder im Schwarzwald
Jetzt zeigt sich der Schwarzwald von seiner winterlichsten Seite, denn in der Nacht fällt das Thermometer knapp unter 0 Grad. Am Sonntag dann bleiben die Temperaturen mit 2 Grad am Gefrierpunkt hängen. Genug, um die Schneedecke zu stabilisieren und das Skivergnügen wiederzubeleben.
Gleich mehrere Lifte drehen noch einmal auf. Besonders am Bühlertallift Hundseck herrscht Betrieb: Rund dreißig Zentimeter Schnee liegen auf den frisch präparierten Waldabfahrten. Die Bedingungen beschreibt der Betreiber als sehr gut. Am Sonntag ist bis 18 Uhr geöffnet und bei ausreichend Schnee soll sogar unter der Woche weitergelaufen werden. Auch Unterstmatt meldet beste Wintersportlaune, denn hier stehen 45 Zentimeter Schnee zur Verfügung. Lift 1 läuft von 9 bis 22 Uhr. Die Piste sei in gutem Zustand, hörte man vom Betreiber. Noch üppiger wird es am Seibelseckle: Satte 50 Zentimeter Schneehöhe erlauben ebenfalls Öffnungszeiten bis in den späten Abend hinein.
Schneeglück mit Ablaufdatum?
Klimaforscher betonen zwar, dass schneereiche Winter auch künftig möglich bleiben – aber nicht mehr verlässlich. Laut Umweltbundesamt werden Frosttage in Baden-Württemberg seltener, während die Temperaturen steigen. Besonders kritisch: Skigebiete unter 1.500 Metern gelten langfristig nicht mehr als schneesicher. Der Schwarzwald erreicht maximal rund 1.450 Meter.
Ein Blick in die Statistik zeigt, wie ernst die Lage ist, denn zwischen 1961 und 1990 durfte sich die Gemeinde Feldberg noch über durchschnittlich 144 Frosttage im Jahr freuen. Zwischen 1995 und 2024 waren es nur noch 125. 2024 brachte sogar nur 99 Tage unter 0 Grad. Für Liftbetreiber wird damit jede Saison zu einer Wette auf das Wetter. Einige kleinere Anlagen in niedrigeren Lagen haben bereits aufgegeben. Selbst Kunstschnee ist keine Garantie – und teuer. In Unterstmatt wurde extra ein Wasserbecken für die Beschneiung gebaut. Der Betreiber spricht von mehreren Tausend Euro Kosten. Für Wintersportfans bedeutet das: Wer den frischen Pulverschnee genießen will, sollte nicht zu lange zögern – der Schwarzwald liefert, aber vielleicht nicht mehr oft.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














