„Ohne Fahrer“: Autonome Roboter-Busse in Baden-Württemberg

Ein selbstfahrender Bus fährt allein auf der Straße im Straßenverkehr. Das Fahrzeug fährt selbstständig, ohne Fahrer. Es funktioniert wie ein intelligenter Roboter.
Symbolbild © istockphoto/Tramino

Die Zukunft ist da. Diese autonomen Roboter-Busse, die jetzt durch Baden-Württemberg fahren, benötigen keinen Fahrzeugführer mehr. Für viele ist es wie in einem verrückten Science-Fiction-Film.

Ein bisschen unheimlich sieht es ja schon aus, wenn die autonomen Roboter-Busse so völlig alleine durch die Straßen fahren. Auf der anderen Seite ist Baden-Württemberg mit seinem Hightech-Projekt an der Spitze der Entwicklung. Denn nach E-Mobilität kommt autonomes Fahren.

Über 10 Millionen Euro für Kleinbusse, die ohne einen Menschen fahren

Autonomes Fahren bedeutet, dass ein Fahrzeug selbstständig fährt, ohne dass ein Mensch am Steuer sitzt. Es nutzt verschiedene Technologien, wie Sensoren und Kameras, um die Umgebung zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, ähnlich wie ein Fahrer. Genau dies passiert zurzeit in Baden-Württemberg, wo jetzt autonome Roboter-Busse durch die Gegend fahren. Das Projekt, in dem diese passiert, hat einen etwas sperrigen Namen. „RABus“ heißt das Ganze und ist mit „Reallabors für den automatisierten Busbetrieb im ÖPNV“ zu übersetzen. Reallabors wiederum sind praktische Testumgebungen, um die neuen Technologien unter echten Bedingungen auszuprobieren. Die vom Bundesland Baden-Württemberg finanzierten autonome Roboter-Busse testet man sowohl seit Freitag in Mannheim als auch seit gestern in Friedrichshafen.

Und es können sogar Passagiere mitfahren! In Mannheim hat man hierzu auf dem ehemaligen US-Militärgelände die Chance – in Friedrichshafen sogar im Stadtinneren. Allerdings braucht man zu diesem Zeitpunkt des Projekts noch eine offizielle Anmeldung, um Teil dieser spannenden Testfahrten zu werden. Aber keine Angst: Während der aktuellen Phase sitzt auch in den autonomen Roboter-Bussen noch jemand am Steuer. Allerdings soll sich dieser nur im Notfall einschalten, falls etwas nicht funktioniert. Trotzdem ist zu hoffen, dass die von ZF Friedrichshafen entwickelte Software keine Wünsche offen lässt. Gebaut werden die kleinen Busse jedoch in Slowenien von einer Firma mit dem Namen „eVersum“.

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Gerade in ländlichen Gegenden könnte die futuristische Technik ein Erfolg werden

Dank der Unterstützung von knapp 14 Millionen Euro aus Landesmitteln und der Mitwirkung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) kann man „RABus“ bis in den Dezember hinein fortsetzen. Oberstes Ziel? Am Ende möchte man die Roboter-Busse besten Gewissens vollständig autonom fahren lassen können. Vor allem in ländlichen Gegenden, in denen sich „normale“ Busse nicht lohnen, könnten die futuristischen Gefährte Bedeutung erlangen. Wie es letztlich ausgehen wird, wissen wir aber nicht. Gespannt auf die Zukunft sind wir dennoch allemal – auch wenn diese den automatisierten Strafzettel beinhaltet, den es in Karlsruhe leider bereits gibt.