Rekordhitze in Baden-Württemberg – Ministerin fordert Maßnahme

Nahaufnahme eines Mannes, der sich eine Flasche voller Wasser über den Kopf gießt. Ihm ist offensichtlich sehr warm. Im Hintergrund erkennt man einen strahlend blauen Himmel und die Sonne prallt herab. Es scheint Sommer und damit sehr heiß zu sein. Der Mann schwitzt und ist auf der Suche nach einer Abkühlung.
Symbolbild © istockphoto/kati1313

Mit Temperaturen von bis zu vierzig Grad steht ein außergewöhnlich heißes Wochenende bevor. Die Rekordhitze in Baden-Württemberg sorgt für abgesagte Sportveranstaltungen, eindringliche Warnungen und wichtige Verhaltenstipps.

Ein Wochenende mit extremer Hitze steht bevor – und jetzt ziehen Politik und Sport die Reißleine. Warum selbst Freizeitaktivitäten plötzlich zum Gesundheitsrisiko werden.

Fußball macht den Anfang

Der Sommer zeigt sich von seiner gefährlichsten Seite: Baden-Württemberg steuert auf ein Wochenende mit Temperaturen von bis zu vierzig Grad zu. Sportministerin Theresa Schopper fordert deshalb ein Umdenken – und appelliert eindringlich an Vereine und Verbände, Wettbewerbe abzusagen oder zumindest zu verschieben. Vor allem Kinder und Jugendliche müssten geschützt werden, betonte die Grünen-Politikerin. Die Gesundheit habe oberste Priorität. „Im Grunde kann man gerade nur frühmorgens oder teils sehr spät abends Ausdauersportarten betreiben“, erklärte Schopper.

Der Württembergische Fußballverband hat bereits Konsequenzen gezogen und sämtliche Meisterschafts- und Freundschaftsspiele für das Wochenende abgesagt. Das gilt für alle Alters- und Spielklassen. Auch private Turniere dürfen nicht stattfinden, bereits erteilte Genehmigungen sowie Schiedsrichter-Einteilungen werden zurückgezogen. In Südbaden geht man einen anderen Weg: Dort dürfen Verbandsspiele ausschließlich vor 12 Uhr oder erst wieder nach 18 Uhr angepfiffen werden. Begegnungen, die ursprünglich für die heißen Mittags- oder Nachmittagsstunden geplant waren, werden entsprechend verschoben. Hintergrund sind nicht nur die erwarteten Höchsttemperaturen, sondern auch die sehr hohe UV-Belastung. Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt ausdrücklich, körperliche Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden.

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Hitze kann lebensgefährlich werden

Rund 2.500 Menschen starben in Deutschland im Jahr 2025 an den Folgen extremer Hitze. Der Körper versucht zwar, seine Temperatur durch Schwitzen und eine stärkere Durchblutung der Haut zu regulieren. Doch dabei verliert er große Mengen an Flüssigkeit und wichtigen Salzen. Kreislaufprobleme, Elektrolytstörungen oder sogar Thrombosen können die Folge sein. Bestimmte Medikamente wie Diuretika oder Betablocker erhöhen das Risiko zusätzlich.

Erste Warnsignale sind häufig Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe, starker Durst oder ein trockener Mund. Auch dunkler Urin kann auf Flüssigkeitsmangel hinweisen. Besonders gefährlich wird es bei Verwirrtheit, Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit oder einer extrem hohen Körpertemperatur. Dann besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag. In diesem Fall muss man sofort den Notruf wählen. Um sich zu schützen, raten Experten dazu, ausreichend Wasser zu trinken, leichte Kleidung zu tragen, Wohnräume kühl zu halten und direkte Sonneneinstrahlung zu meiden.

(Quellen: dpa, Deutscher Wetterdienst, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)