
Nun breitet sich eine Riesen-Hornisse immer weiter in Baden-Württemberg aus. Die Experten sehen diese Ausbreitung mit Sorge, denn sie kann unter Umständen gefährlich sein.
Eine Riesen-Hornisse breitet sich zunehmend in Baden-Württemberg aus und sorgt damit für wachsende Sorge bei Experten, Imkern und Behörden. Denn die invasive Art kann gefährlich sein.
Experten schlagen jetzt Alarm
Die Riesen-Hornisse – wissenschaftlich als „Vespa velutina“ bekannt – ist zwar nicht groß im eigentlichen Sinne, aber sie wird wegen ihres auffälligen Erscheinungsbildes und ihrer aggressiven Jagd auf andere Insekten oft so bezeichnet. Bereits seit einigen Jahren ist diese Riesen-Hornisse im Südwesten Deutschlands nachgewiesen. Erstmals hat man sie 2014 in Baden-Württemberg entdeckt. Seitdem hat sie sich kontinuierlich weiter ausgebreitet. Problematisch dabei ist, dass sich diese Hornisse primär von anderen Insekten ernährt – darunter auch Honigbienen. Sie lauert gezielt vor Bienenstöcken, fängt die Tiere im Flug und schwächt so ganze Völker.
Allein im Jahr 2025 hat man in Baden-Württemberg rund 3300 Nester der Riesen-Hornisse gemeldet – mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Eine besorgniserregende Entwicklung. Dabei bauen die Tiere zunächst kleinere, sogenannte Primärnester, oft in Hecken, Schuppen oder unter Dächern. Im Sommer entstehen dann größere Sekundärnester, meist hoch oben in Bäumen. Für die schnelle Ausbreitung der Riesen-Hornisse ist vor allem das Klima ein wichtiger Faktor. Ein wichtiger Faktor für die schnelle Ausbreitung ist das Klima. Die Asiatische Hornisse liebt die Wärme und dank der steigenden Temperaturen in Deutschland fühlt sie sich hier immer heimischer.
Insekten breiten sich immer weiter aus
Hinzu kommt: Die Art gilt inzwischen als „weit verbreitet“. Das bedeutet, dass sie nicht mehr flächendeckend bekämpft wird, sondern nur noch gezielt gemanagt wird. Experten gehen deshalb davon aus, dass sich die Hornisse weiter ausbreiten wird – und zwar bis in den Norden von Deutschland.
Die Auswirkungen sind nicht nur für Imker spürbar. Denn die Riesen-Hornisse stört das ökologische Gleichgewicht. Sie jagt eine Vielzahl von Insektenarten und verändert damit bestehende Nahrungsketten. Welche Folgen das auf lange Sicht hat, ist noch nicht vollständig erforscht. Für Menschen ist die Asiatische Hornisse in der Regel nicht gefährlicher als heimische Arten. Sie greift nicht grundlos an und sticht meist nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Allerdings können Stiche – wie bei anderen Wespen oder Bienen – schmerzhaft sein und für Allergiker auch Gefahr bedeuten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, SWR, LUBW)














