Schädlingsplage in öffentlichen Gebäuden in Baden-Württemberg

Eine Ratte sitzt in einem Holzregal. Das Tier schaut über den Holzbalken. Mäuse und Ratten sind oft eine Plage in öffentlichen Gebäuden und auf Plätzen. Schädlingsbekämpfer können die Plage in den Griff bekommen.

So kann niemand arbeiten: Die Stadt leidet unter einer extremen Schädlingsplage in zahlreichen öffentlichen Gebäuden. Wochenlange mussten die Mitarbeiter aufgrund der Gefahr zu Hause bleiben.

Gleich in mehreren öffentlichen Gebäuden wurde die Schädlingsplage gemeldet. Die Verantwortlichen befürchten vor allem das Risiko der Ansteckung mit einem bestimmten Virus.

Eine echte Horrorvorstellung hier zu arbeiten

Für die meisten Deutschen gibt es wohl kaum eine schlimmere Vorstellung, als die inmitten von Ungeziefer zu arbeiten. Für Hunderte Menschen in Stuttgart war das jedoch die bittere Realität. Denn gleich in mehreren öffentlichen Gebäuden wurden Schädlingsplagen festgestellt. Überprüft wurde der Befall im Zeitraum Januar 2023 bis September 2025 und das Ergebnis ist erschreckend. So sind 121 landeseigene oder vom Land genutzte Gebäude betroffen.

Laut Report handelt es sich dabei vor allem um Insekten sowie Nagetiere. Dabei stellen vor allem Ratten und Mäuse ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit sowie Hygiene und Sicherheit da. Das bestätigt auch die Tatsache, dass in einem der Gebäude schnell der Verdacht aufkam, dass der Hantavirus hier im Umlauf ist. Der Virus verläuft hierzulande zwar größtenteils harmlos, doch die Gefahr eines tödlichen Endes besteht durchaus. Genau aus diesem Grund haben die Verantwortlichen auch eine ganz klare Entscheidung getroffen.

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Die Gefahr ist zu groß – alle bleiben zu Hause

Während viele Mitarbeiter trotz der Schädlingsplage in zahlreichen öffentlichen Gebäuden weiterhin zur Arbeit kommen müssen, dürfen andere komplett zu Hause bleiben. Denn die Gefahr einer Ansteckung mit dem Hantavirus ist zu groß und so wird das betroffene Gebäude kurzerhand für zwei Monate zwecks Schädlingsbekämpfung dicht gemacht.

In den Urlaub fahren konnten die Angestellten währenddessen dennoch nicht. Denn für sie galt Homeoffice. Generell verweist das Baden-Württembergische Finanzministerium in Bezug auf das Thema darauf, dass es keine systematische Erfassung aller Schädlingsfälle gibt. Die Daten stammen aus der Sammlung aller über die Jahre in Auftrag gegebenen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen in der Stadt. Wer einen genauen Blick auf die Unterlagen wirft, soll Medienberichten zufolge auch feststellen können, dass die meisten Schädlinge überraschenderweise im neuen Schloss in Stuttgart festgestellt wurden.

(Quellen: dpa, Finanzministerium Baden-Württemberg)