
Siemens hat derzeit zu kämpfen – insbesondere mit einem bestimmten Werk in Baden-Württemberg. Hier ergreift man jetzt drastische Maßnahmen, die zahlreiche Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft führen.
Dass es für einen der größten Industriekonzerne Deutschlands im Allgemeinen schrecklich laufe, wäre zu viel gesagt. Wenn es um dieses Siemens-Werk in Baden-Württemberg geht, trifft das allerdings vollkommen zu. Das bekommen in allererster Hinsicht die Angestellten zu spüren.
Die internationale Krise kann man an diesem Standort besonders spüren
Die Auftragslage in Deutschland ist in vielen Branchen angespannt. Das liegt an generellen geopolitischen Unsicherheiten und einer schwächelnden Konsumlaune. Letztere ist kein deutsches Phänomen: Sogar in China sinkt seit Monaten die Kauflust, und die Menschen sparen lieber, anstatt zu kaufen. Hierzulande trifft das vor allem die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Richtig konkret werden diese Probleme gerade in einem Werk von Siemens in Baden-Württemberg. Am wichtigen Standort Rastatt führt man indessen einen Kahlschlag durch, unter dem die Belegschaft massiv leidet. Man kürzt 700 Mitarbeitern die Arbeitszeit. Das bedeutet, sie bekommen eine Vier-Tage-Woche aufgezwungen. Somit sinkt natürlich ihr Gehalt, während die Unsicherheit der Zukunft unaufhörlich wächst.
Spätestens Ende des laufenden Jahres werden die Arbeiter des Siemens-Werks in Baden-Württemberg diese Maßnahmen zu spüren bekommen. Obwohl der 1847 gegründete deutsche Industriekonzern nach wie vor global aktiv und agil ist und bleibt, steht es um den Standort in Rastatt dieser Tage leider gar nicht gut. Die internationale konjunkturelle Schwäche lässt dort die Einnahmen sinken, was Siemens zwingt, zu sparen. Doch für die 700 betroffenen Mitarbeiter des Werks in Rastatt bedeutet die aktuelle Situation nicht nur eine berufliche Unsicherheit, sondern auch eine emotionale Belastung. Während die Herausforderungen des täglichen Lebens nicht ausbleiben, muss man fortan bangen. Denn es könnte durchaus sein, dass es nicht nur bei diesen Arbeitszeitkürzungen bleiben wird. Immer häufiger wird die Existenzberechtigung dieses Baden-Württemberger Siemens-Werks im Allgemeinen infrage gestellt.
Hunderte Mitarbeiter in Sorge um ihre Existenz
In dieser angespannten Lage bleibt den besagten 700 Angestellten bedauerlicherweise nicht viel übrig, als auf bessere Zeiten zu hoffen. Sollten diese aber ausbleiben, könnte dies irgendwann das Ende des einst glanzvollen Standorts Rastatt bedeuten. In diesen Tagen steht das Werk gewiss nicht allein da – auch bei Traditionsfirma Haba ziehen dunkle Wolken auf.














