Skisaison beginnt: Immer mehr Lifte im Schwarzwald eröffnen

Ein Skigebiet mit mehreren Skifahrern auf einer Piste, fahrenden Sesselliften darüber und einem Dorf mit Ferienhäusern im Tal, umgeben von bewaldeten Hügeln und wenig Schnee.
Symbolbild © imago/Jochen Tack

Die Skisaison nimmt langsam Fahrt auf: Immer mehr Lifte im Schwarzwald öffnen nach frostigen Nächten. Wo sich schon etwas dreht, warum Kunstschnee entscheidend ist und wie sicher der Winter wirklich ist.

Erst zaghaft, dann immer deutlicher: Im Schwarzwald tut sich was auf den Pisten. Warum nun doch Hoffnung auf einen Skiwinter aufkommt – und wo sich schon etwas dreht.

Erste Lifte laufen – mehr sollen folgen

Nach Wochen voller Zweifel, milder Temperaturen und schmelzendem Schnee regt sich im Schwarzwald wieder Leben an den Liften. Noch laufen nicht überall die Anlagen. Doch wer genau hinschaut, erkennt: Die Skisaison hat begonnen. Der Grund dafür liegt in den vergangenen frostigen Nächten. Sie machen künstliche Beschneiung möglich. Langsam, aber immerhin.

Besonders erfreulich für Skifans im Norden der Region: An der Schwarzwaldhochstraße ist mit dem Seibelseckle inzwischen die erste Liftanlage im Nordschwarzwald in Betrieb. Der Mehliskopf soll voraussichtlich am Sonntag nachziehen. Auch weiter südlich tut sich etwas. Am Feldberg, dem Zentrum des Schwarzwälder Skisports, sind aktuell der Resilift sowie die zwei Förderbänder am Seebuck geöffnet. Die große 6er-Sesselbahn bleibt jedoch vorerst dem Fußgängerverkehr vorbehalten. Im Wintersportgebiet Bergwelt Todtnau laufen der Skilift Notschrei inklusive Förderband sowie der Wasenlift mitsamt Zauberteppich. Stand Samstagmorgen war das die bekannte Lage – Änderungen sind jederzeit möglich. Wer einen Besuch plant, sollte daher unbedingt einen Blick auf die aktuellen Schneeberichte der jeweiligen Wintersportgebiete werfen. Denn in diesem Winter ist Flexibilität alles.

Lesen Sie auch
Nach Seuchenausbruch: Entwarnung im Schwarzwald offiziell

Hoffnung trotz Klimawandel – aber wie lange noch?

Dabei hatte alles vielversprechend begonnen: Schon Mitte November fiel der erste Schnee am Feldberg. Doch ein Wärmeeinbruch Anfang Dezember machte große Teile der Schneedecke wieder zunichte. Solche Wetterkapriolen werden laut Klimaforschern häufiger. Zwar sind sich Experten einig, dass es weiterhin schneereiche Winter geben wird – doch sie werden seltener und schlechter planbar.

Besonders Skigebiete unterhalb von 1.500 Metern Höhe gelten langfristig als nicht mehr dauerhaft schneesicher. Das betrifft auch den Schwarzwald. Für Liftbetreiber wird es damit immer schwieriger zu kalkulieren. Einige kleinere Anlagen in tieferen Lagen haben bereits aufgegeben. Noch aber lebt die Region vom Wintertourismus. Jeder Skitag zählt – wirtschaftlich wie emotional. Deshalb investieren Betreiber verstärkt in Schneekanonen, gespeist mit Ökostrom, und planen große Speicherbecken für Wasser. Die Pläne sind umstritten, doch eines ist klar: Der Kampf um den Winter im Schwarzwald hat längst begonnen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Wintersportgebiete, Betreiber-Webseiten der Skigebiete Feldberg, Hochschwarzwald, Baiersbronn)