
Wieder ist es so weit und Pendler wie Reisende auf Deutschlands Straßen müssen sich in Acht nehmen. Denn die Speed Week hat, wie auch die Ferien in Baden-Württemberg, angefangen, sodass Autofahrer lieber auf die Bremse treten sollten.
Die Urlauberströme rollen über die Straßen und erhöhen den Druck im Reiseverkehr. Wer in diesen Tagen auf den Straßen unterwegs ist, muss sich nach dem Ferienbeginn auf drastisch verschärfte Kontrollen einstellen.
Viele rechnen mit Blitzern – doch das ist nur ein Teil der Aktion
Mitten in den Sommerferien startet in Baden-Württemberg erneut die sogenannte Speedweek. Während viele Urlauber unterwegs sind, nimmt die Polizei in zahlreichen Regionen das Fahrtempo genauer unter die Lupe. Ziel der europaweit abgestimmten Aktion ist es, schwere Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit zu verhindern. Die Kontrollwoche findet im Rahmen der ROADPOL-Initiative statt, an der sich viele europäische Länder beteiligen. Solche Schwerpunktaktionen werden jedes Jahr im Frühjahr und im Sommer durchgeführt. Erfahrungsgemäß stehen dabei nicht nur Autobahnen, sondern auch Landstraßen und innerstädtische Bereiche im Fokus.
Wer zudem längere Strecken fährt, sollte sich bei Tempolimits nicht nur auf Navigationsgeräte verlassen. Vor allem an Baustellen, vor Schulen, Krankenhäusern oder Altenheimen ändern sich Geschwindigkeitsbegrenzungen häufig kurzfristig. Ein kurzer Blick auf die Beschilderung kann teure Bußgelder vermeiden. Wo genau die Behörden kontrollieren, verraten diese im Vorfeld meist natürlich nicht. Genau das gehört zum Konzept der Aktionswoche – die eigentlichen Schwerpunkte werden erst während der Kontrollen sichtbar.
Speedweek in Baden-Württemberg: Hier ist besonders viel Aufmerksamkeit gefragt
Von Montag, 3. August, bis Sonntag, 9. August, wird in Baden-Württemberg verstärkt geblitzt. Nach Angaben des ADAC beteiligen sich unter anderem Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Pforzheim, Ravensburg, Reutlingen und Aalen an der Aktion. Das Innenministerium teilte mit, dass sowohl mobile als auch stationäre Messstellen zum Einsatz kommen. Wo die Kontrollen stattfinden, entscheiden die jeweiligen Polizeipräsidien eigenständig anhand von Unfallstatistiken und örtlichen Erfahrungen. Neben Autobahnen und Bundesstraßen können deshalb auch innerörtliche Gefahrenstellen überwacht werden.
Die Zahlen der vergangenen Kontrollwoche im April zeigen, wie umfangreich die Aktion ausfiel: Damals registrierte die Polizei in Baden-Württemberg mehr als 58.000 Geschwindigkeitsverstöße. In fast 9.800 Fällen lag die Überschreitung sogar bei mehr als 21 km/h. Wer in diesen Tagen unterwegs ist, sollte deshalb besonders aufmerksam fahren – nicht nur in Baden-Württemberg. Da die Speedweek europaweit stattfindet, wird auch in vielen Nachbarländern und weiteren Bundesländern verstärkt kontrolliert.
(Quellen: tagesschau, Bußgeldkatalog.org)














