
Eine Großstadt in Baden-Württemberg kämpft mit massiven finanziellen Problemen. Nun liegt der neue Entwurf für den Haushalt vor. Geplant ist unter anderem ein Stellenabbau. Doch das ist nicht die einzige Maßnahme.
Das erhebliche Defizit in der Kasse zwingt diese Stadt zum Handeln. Jetzt ist klar: Auch beim Personal wird es große Veränderungen geben.
Schulden: Großstadt in Baden-Württemberg trifft harte Entscheidungen
Die Ausgaben steigen, während die Einnahmen sinken. Mittlerweile ist die betroffene Großstadt finanziell überfordert und sieht sich unter anderem mit hohen Personal- und Sozialausgaben konfrontiert. Der neue Haushaltsplanentwurf zeigt, wie die Stadt das Defizit bekämpfen will. Zur Stabilisierung der Finanzen entfallen in den nächsten Jahren insgesamt zehn Prozent der städtischen Stellen. Das sind rund 250 Jobs, wobei jedoch keine Entlassungen, sondern ein sozialverträglicher Abbau vorgesehen ist. Geht ein Mitarbeiter in den Ruhestand, erfolgt demnach keine Neubesetzung mehr. Doch Einsparungen beim Personal sind nicht die einzige Maßnahme.
Eine Steuererhöhung soll nun Abhilfe schaffen
Um die Kasse wieder zu füllen, sollen unter anderem die Steuereinnahmen höher ausfallen. Deshalb steigen Hunde-, Vergnügungs- und Zweitwohnsteuer. Gewerbe- und Grundsteuer bleiben davon unberührt. Außerdem ist die Einführung einer Übernachtungssteuer ab 2027 vorgesehen. Obwohl die Großstadt sparen muss, will sie sich zur Finanzierung notwendiger Projekte auch neu verschulden. Demnach könnten in den nächsten Jahren über 100 Millionen Euro an Schulden hinzukommen, damit Schulen und das Rathaus in Reutlingen saniert werden können.
Neben der Anpassung der Steuern und dem Stellenabbau stehen weitere Sparmöglichkeiten im Raum, etwa der Wegfall des Nachtbusses und eine weniger teure Verpflegung bei den Gemeinderatssitzungen. Auch über den Verzicht auf den jährlich wiederkehrenden Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz wird in Reutlingen gesprochen. „Der eingesparte Weihnachtsbaum wird’s richten“, kommentiert ein Bürger ironisch in den sozialen Medien. „Wozu überhaupt eine Verpflegung bei den Sitzungen?“, fragt eine andere Person. Unter den Bewohnern der Stadt sorgt das Finanzloch demnach für einige Diskussionen. Die Abstimmung über den Haushalt 2026/27 erfolgt im März 2026.
(Quellen: Stadt Reutlingen, dpa)














