„The Länd“ Taxen verschlingen zig-Tausende Euro in nur vier Stunden

The Länd Kampagne mit Minister
© Staatsministerium Baden-Wuerttemberg

„The Länd“ ist eine Imagekampagne von Baden-Württemberg, die nicht ganz unumstritten ist. Ein einmaliger Gag mit gelben Taxen hat im Rahmen der Kampagne Zig-Tausende Euro verschlungen.

Geld verschwenden auf humorvolle Weise, könnte man meinen. „The Länd“ Taxen in London werden zum sehr teuren Witz.

„The Länd“ nimmt merkwürdige Züge an

Das Taxi ist klein, gelb und auf den Seiten prangt der Schriftzug „The Länd is pleased to meet you“ und an den Türen steht „ENG X LÄND“. Jüngst nutzte Ministerpräsident Winfried Kretschmann ein solches Taxi für einen Fototermin. Und genau das ist jetzt das große Problem.

Die Taxen wurden beklebt und fuhren dann ganze vier Stunden umher. Und in der Tat wurde nun bekannt, dass die Taxen nicht in London umherfahren. Sie waren nur für einen Pressetermin gebucht worden. Die Kosten hierfür sind horrend.

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Marketingkampagne erneut in Kritik

Angesichts der Tatsache, dass diese vier Stunden Foto-Presse-Aktion 22.000 Euro gekostet hat, ist es kaum verwunderlich, dass „The Länd“ einmal mehr in der Kritik steht. Einige Bürger schämen sich mittlerweile sogar für die Imagekampagne, die ursprünglich Fachkräfte aus dem Ausland nach Baden-Württemberg locken sollte.

Die Kosten von 22.000 Euro für die Londoner „The Länd“ vier Stunden Aktion werden übrigens von den Steuerzahlern finanziert. Bedruckt wurden drei Taxen, die dann nur für den Auftritt von Winfried Kretschmann gebucht waren. Das verschlug allerdings nicht nur den Bürgern den Atem.

Politiker sind von „The Länd“ entsetzt

SPD-Generalsekretär Sascha Binder kommentierte die Aktion mit folgenden Worten: „Das ist ein schlechter Witz! Kretschmanns Selfie geht als teuerstes Erinnerungsfoto in die Geschichte Londons ein!“ Er erklärte außerdem, dass diese Aktion wohl kaum dafür diene Fachkräfte anzuwerben.

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Laut Binder ist „The Länd“ eine: „Millionenschwere Selbstdarstellung, finanziert mit Steuergeld.“ Doch die Aktionen haben auch viele Fans, so sind die Produkte im „The Länd“ Fanshop immer sehr schnell vergriffen und ausverkauft.

Teure Imagekampagne mit wenig Erfolg?

Die Kampagne hat bislang rund 21 Millionen Euro verschlungen. Mancherorts weiß man nicht einmal, was mit „The Länd“ überhaupt gemeint ist. Und auch das eigentliche Ziel, Fachkräfte mit der Aktion anzuwerben, scheint nicht recht ins Rollen zu kommen.

In der Landeshauptstadt Stuttgart allerdings sind die gelben Plakate überall zu finden. Doch hier darf man sich wirklich die Frage stellen, ob es Sinn macht die eigene Stadt mit den Plakaten zu übersäen, wenn über die „Ländes-“Grenzen hinaus, nicht einmal bekannt ist, wofür die Aktion steht? Ob das Ziel am Ende wirklich erreicht wird, das wird sich zeigen.