Tödliches Drama bei Flugfest – Frau und Kind schwer verletzt

Eine idyllische Landschaft mit weitläufigen grünen und gelben Feldern, umgeben von Bäumen und Hecken. Im Vordergrund ist der Schatten eines Flugzeugs zu erkennen, der über das Feld gleitet.
Symbolbild © istockphoto/Nicolas Jooris-Ancion

Ein fröhliches Flugfest in Weinheim in Baden-Württemberg endet in einer Tragödie: Zwei Männer sterben beim Absturz einer Propellermaschine, eine Frau und ein Kind werden schwer verletzt.

Die Rettungskräfte eilten sofort mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle. Um die verunglückten Insassen aus den Trümmern zu bergen, mussten die Helfer schweres technisches Gerät einsetzen.

Feuerwehr muss Insassen aus Wrack befreien

Am Sonntagnachmittag geschah beim traditionellen Sommerfest des Luftsportvereins in Weinheim das Unfassbare: Eine einmotorige Propellermaschine stürzte am Anfang der Landebahn ab. Zunächst bekamen viele Gäste von dem Unglück gar nichts mit. Zwischen dem Festgelände und der Landebahn versperrt blickdichtes Gebüsch die Sicht. Das Fest wurde nach dem Unglück unterbrochen.

Die Feuerwehr musste spezielles Werkzeug einsetzen, um die Menschen aus dem zerstörten Flugzeug zu befreien. Am Ende steht fest: Zwei Männer haben den Absturz nicht überlebt.

Bei einem der Toten handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um den mutmaßlichen Piloten, einen 67‑Jährigen. Auch ein 76 Jahre alter Mann kam ums Leben. Außerdem befanden sich eine 40-jährige Frau und ein dreijähriges Kind an Bord. Drei der Insassen sind miteinander verwandt. Der Pilot gehört nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt jedoch nicht zur Familie. Die Frau und das Kind wurden schwer verletzt, schweben aber nicht in Lebensgefahr.

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Gedrückte Stimmung am Tag danach

Rund ein Dutzend THW-Kräfte zerlegten am Montag die Unglücksmaschine. Feuerwehr und Polizei waren ebenfalls vor Ort. Seit 1972 findet das Sommerfest statt – bislang galt es als unfallfrei. Der Flugbetrieb bleibt bis auf Weiteres eingestellt. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen zur Unglücksursache. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und die Kriminalpolizei haben die Untersuchungen bereits aufgenommen.

Warum die Maschine im Landeanflug abstürzte, ist bislang ungeklärt. Ein erster Zwischenbericht wird nach dem üblichen Verfahren in etwa zwei bis drei Monaten erwartet. Bis zum endgültigen Abschluss der Untersuchungen kann rund ein Jahr vergehen. Die Polizei bittet zudem mögliche Zeugen, sich zu melden. Trotz der Tragödie bleibt Fliegen statistisch betrachtet eine sehr sichere Form der Fortbewegung. Im vergangenen Jahr kamen bei Unglücken im weltweiten zivilen Luftverkehr insgesamt 418 Menschen ums Leben, wie aus einer Bilanz des Aviation Safety Network hervorgeht. Die statistische Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen, lag demnach bei 1 zu 11.459.330. Zum Vergleich: In den 1970er-Jahren war das Risiko mit 1 zu 264.000 noch deutlich höher.

(Quellen: Polizei Mannheim, BFU)