Tragödie: Toter nach Rutsch-Unfall im Miramar-Schwimmbad

Das Schwimmbad "Miramar" aus erhöhter Perspektive. Mehrere bunte, verschlungene Wasserrutschen in Gelb, Orange, Rot und Grün verlaufen um einen zentralen Turm.
Das Schwimmbad "Miramar"

Nach dem tödlichen Rutsch-Unfall im Miramar-Schwimmbad warten Ermittler auf wichtige Erkenntnisse. Eine Obduktion soll klären, wie der 25-Jährige starb und welche Rolle mögliche Regelverstöße spielten.

Ein Ausflug ins Freizeitbad endet in einer Tragödie. Nach einem dramatischen Vorfall auf einer beliebten Rutsche kämpfen Ermittler um Antworten.

Toter nach Rutsch-Unfall – Obduktion soll Klarheit bringen

Was genau geschah am Pfingstsamstag (23. Mai) im Erlebnisbad Miramar? Diese Frage beschäftigt derzeit Polizei und Staatsanwaltschaft. Nach einem schweren Unfall auf einer der beliebtesten Attraktionen des Freizeitbades starb ein 25-jähriger Mann später im Krankenhaus. Nun setzen die Ermittler große Hoffnungen auf die anstehende Obduktion. Der junge Mann war nach dem Vorfall zunächst bewusstlos. Einsatzkräfte kämpften vor Ort um sein Leben, reanimierten ihn und brachten ihn anschließend in eine Klinik. Dort erlag er jedoch später seinen schweren Verletzungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es auf der rund 150 Meter langen Rutsche „Twister“ zu einem folgenschweren Zusammenstoß. Die Rutsche wird mit einem Reifen benutzt und führt in einen großen Trichter, in dem die Gäste hin- und herpendeln. Genau dort soll sich der Unfall ereignet haben. Nach Angaben des Miramar befanden sich in diesem Bereich gleichzeitig vier Männer, die offenbar die Kontrolle verloren hatten. Videoaufnahmen sollen zeigen, dass die Gruppe gegen die Sicherheitsregeln verstoßen hatte. Während der erste Mann noch auf das grüne Signal der Ampel wartete, sollen die drei weiteren kurz darauf ohne Freigabe gestartet sein. Laut Miramar war die Gruppe bereits vor dem Unfall vom Badedienst ermahnt worden.

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Ermittler warten auf wichtige Ergebnisse

Wie die Staatsanwaltschaft Mannheim mitteilt, soll die Obduktion des Verstorbenen voraussichtlich Ende der Woche erfolgen. Ein erstes vorläufiges Ergebnis erwartet man für die kommende Woche. Bis ein abschließender Bericht vorliegt, könnten allerdings mehrere Monate vergehen. Die Ermittler hoffen, dadurch die genaue Todesursache sowie den Ablauf des Unglücks besser rekonstruieren zu können.

Das Miramar betont, dass man die Anlage regelmäßig kontrolliert. Die „Twister“-Rutsche werde jährlich vom TÜV geprüft, zuletzt im September 2025. Zusätzlich erfolge jeden Morgen vor Öffnung des Bades eine technische Kontrolle. Tatsächlich ist es aber nicht der erste Vorfall im Miramar. Bereits 2025 wurden zwei Frauen bei einem Rutschen-Unfall verletzt. Im Jahr 2021 kam es ebenfalls zu einem Zwischenfall, der später sogar vor Gericht landete.

(Quellen: dpa, Polizei Mannheim, Staatsanwaltschaft Mannheim, Miramar Weinheim)