Verheerende Folgen: Tourismus im Schwarzwald komplett eingebrochen

Tourismus und Cafe im Schwarzwald
Symbolbild

Der Tourismus ist in der Ferienregion im Hochschwarzwald auch im zweiten Jahr in Folge
eingebrochen, dies könnte verheerende Folgen für die Unternehmen und Restaurants dort haben.

Der Zahl der Übernachtungen sank in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,9 Prozent auf 1,54 Millionen, teilte die Hochschwarzwald Tourismus GmbH am Mittwoch in Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) mit.

Der Rückgang hängt – wie schon 2020 – mit den Corona-Beschränkungen zusammen. Dank sinkender Infektionszahlen waren die Regelungen im Frühjahr gelockert worden – Urlaub wurde also wieder möglich.

Zur Region des Hochschwarzwalds gehören Touristenattraktionen wie der Schluchsee, der Titisee oder der 1493 Meter hohe Feldberg. Im Coronajahr 2020 hatte es im vergleichbaren Zeitraum bereits ein Minus von 26,5 Prozent gegeben.

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Von Januar bis Ende August des laufenden Jahres verzeichneten die regionalen Tourismusexperten bei den Übernachtungen einen gesunkenen Anteil von Gästen aus dem Ausland. Während er vor der Corona-Krise bei rund 30 Prozent gelegen hatte, betrug er in den ersten acht Monaten nur rund 8,5 Prozent.

Während der diesjährigen Sommersaison- also von Juni bis August –  gab es hingegen bei den Übernachtungen ein Plus von Gästen aus dem Inland.

Bis zur Corona-Krise hatte die Tourismusindustrie in Baden-Württemberg mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. Etwa 390 000 Arbeitsplätze hängen nach früheren Angaben im Land von der Branche ab. Der Tourismus erwirtschaftete bis zur Pandemie einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro. /dpa