
Wärmepumpen werden immer beliebter, doch beim Einbau lauert eine Kostenfalle: Die Preise unterscheiden sich für vergleichbare Anlagen teilweise dramatisch. Besonders in Baden-Württemberg können Hausbesitzer tief in die Tasche greifen.
Wer eine Wärmepumpe einbauen will, sollte genau hinschauen: Für ähnliche Anlagen können die Preise erstaunlich weit auseinanderliegen. Besonders in Baden-Württemberg.
Wärmepumpen-Schock: In Baden-Württemberg wird es besonders teuer
Beim Heizungstausch kann es für Hausbesitzer richtig teuer werden. Denn wer eine Wärmepumpe einbauen lassen möchte, sollte Angebote ganz genau vergleichen. Für vergleichbare Anlagen können die Preise erheblich auseinandergehen. Mehr als 2.000 Angebote zum Einbau einer Wärmepumpe hat die Energieberatung der Verbraucherzentrale bundesweit ausgewertet. Das Ergebnis hat es in sich: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter lagen Unterschiede von bis zu 250 Prozent. Laut Verbraucherzentrale kommt es hauptsächlich auf den Zustand des Gebäudes und die vorhandene Haustechnik an. Gerade die Elektrik ist in vielen älteren Häusern veraltet und muss möglicherweise angepasst werden. Auch zusätzliche Arbeiten schlagen zu Buche. Neben der eigentlichen Wärmepumpe können etwa ein Speicher oder ein neues Fundament notwendig sein. Dazu kommen unterschiedlich hohe Handwerker-Lohnkosten.
Im bundesweiten Durchschnitt kostet der Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe derzeit rund 36.000 Euro. Damit liegt der Wert ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. In Baden-Württemberg müssen Hausbesitzer allerdings im Schnitt noch einmal 1.000 bis 2.000 Euro mehr einplanen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät deshalb dringend dazu, mehrere Angebote einzuholen und diese unabhängig prüfen zu lassen. Wichtig sei insbesondere eine korrekte Heizlastberechnung. Außerdem sollten alle notwendigen Arbeiten vollständig im Angebot enthalten sein. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet dafür einen kostenlosen Online-Vergleich von Wärmepumpenangeboten an.
Wärmepumpen-Boom trotz hoher Kosten
Trotz der hohen Investitionen boomt die Technik. Im ersten Halbjahr 2026 verkauften Großhändler und Handwerker laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie vierzig Prozent mehr Wärmepumpen als im Vorjahreszeitraum. Sollte der Trend anhalten, rechnet der Verband für das Gesamtjahr mit rund 700.000 verkauften Wärmeerzeugern. Der Sanierungsdruck ist groß: Rund vier Millionen Heizungen in Deutschland sind älter als dreißig Jahre.
2025 waren Wärmepumpen in deutschen Wohngebäuden erstmals die am häufigsten eingebaute Heizungsart. Gleichzeitig verändern sich die Förderbedingungen: Derzeit sind Zuschüsse von bis zu siebzig Prozent möglich. Bis 2030 soll der maximale Investitionskostenzuschuss jedoch schrittweise sinken.
(Quellen: Verbraucherzentrale BW, BDH)














