Wieder erlaubt: Kampfjets fliegen über Baden-Württemberg

Drei Soldaten der Bundeswehr auf einem Landeplatz für Kampfjets. Im Hintergrund steht ein Eurofighter. Die Armee führt auf der abgelegenen Startbahn Übungen durch. Immer weniger Bürger sind für die Wehrpflicht.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Dass das wieder erlaubt ist, dürfte so manchem Kopfzerbrechen bereiten. Kampfjets fliegen aktuell wieder über Baden-Württemberg – und das in einer Höhe, die viele Menschen verunsichern dürfte. Trotzdem ist es nötig.

Hin und wieder ist etwas notwendig, auch wenn es bei vielen Menschen auf Unverständnis stößt. Kampfjets fliegen aktuell wieder über Baden-Württemberg. So manchem Anwohner dürfte das jedoch absolut nicht gefallen.

Wesentlicher Bestandteil der Verteidigungsstrategie

Die Kampfjets der zweitgrößten Teilstreitkraft der Bundeswehr sind ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Verteidigungsstrategie und der Sicherheit innerhalb der NATO. Sie dienen der Luftraumüberwachung, dem schnellen Eingreifen bei Bedrohungen und der Abschreckung möglicher  Angriffe. Neben der Sicherung des Luftraums ist die Luftwaffe auch dafür verantwortlich, Truppen, Ausrüstung und Fracht zu transportieren. Außerdem unterstützt sie die Truppen am Boden und übernimmt Luftrettungseinsätze. Aktuell gehören mehr als 27.000 Soldaten mit etwa 380 Flugzeugen und Helikoptern zur Luftwaffe, die dem Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur dienen. Demnächst werden die Kampfjets der Luftwaffe auch wieder unüberhörbar über Baden-Württemberg fliegen.

Rücksichtsvolle Planung der Flüge 

Denn die Luftwaffe passt in Zeiten von Krisen ihre Einsatzbereitschaft an die sich entwickelnde Lage an. So besteht die Flotte der Luftwaffe neben Kampfjets auch aus Transportflugzeugen, Hubschraubern und unbemannten Systemen. Die aktuell etwa 138 im Einsatz befindlichen Eurofighter als hochmoderne Kampfjets sind vielseitig einsetzbar und dienen zur Luftverteidigung oder zur Bekämpfung von Bodenzielen. Mit einer Länge von rund 16 Metern und einer Spannweite von rund 11 Metern ist der Eurofighter etwas kleiner als der Tornado, der eine Länge von rund 17 Metern und eine Spannweite von rund 14 Metern besitzt. Dieser dienstälteste Kampfjet der Luftwaffe ist bereits seit 1980 im Dienst der Bundeswehr.

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Aufgrund der Veränderung der sicherheitspolitischen Lage legt die Bundeswehr das Augenmerk derzeit auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Deshalb benötigt die Luftwaffe auch Besatzungen, die Tiefflug-Einsätze sicher beherrschen. Ein Tiefflug dient dazu, unter dem Radar der gegnerischen Luftabwehr zu bleiben und Ziele im Gelände anzufliegen. Über Deutschland gibt es sieben festgelegte Tieffluggebiete, die ab dem 27. November 2025 wieder genutzt werden dürfen. In Baden-Württemberg werden die Kampfjets über der Gegend rund um Ellwangen, Crailsheim und Nördlingen auf einer Höhe von 250 Fuß, also etwa 75 Metern, fliegen. Bei der Planung der Flüge gehen die Verbände der Luftwaffe möglichst achtsam vor.

(Quellen: Bundesregierung, Bundesland Baden-Württemberg, Bundeswehr)