
Wölfe tauchen in Deutschland immer wieder an unterschiedlichen Orten auf. Nun hat eine Wildkamera in Baden-Württemberg einen Wolf erfasst. Nach Einschätzung handelt es sich dabei um keinen ungewöhnlichen Einzelfall.
Seit sich die Tiere in einigen Regionen erneut angesiedelt haben, wandern einzelne Exemplare regelmäßig durch verschiedene Bundesländer. Deshalb tauchen sie auch in Gebieten auf, in denen sie zuvor lange Zeit nicht beobachtet wurden. Viele dieser Wölfe legen große Entfernungen zurück und setzen ihre Wanderung nach kurzer Zeit fort.
Wolfsbegegnungen bleiben seltene Situationen im Alltag
Wer einem Wolf begegnet, sollte ruhig bleiben und dem Tier genügend Raum lassen. Hektische Bewegungen oder der Versuch, sich dem Wolf zu nähern, helfen nicht weiter. Stattdessen empfiehlt es sich, den eigenen Weg langsam fortzusetzen oder sich mit etwas Abstand zu entfernen. Hunde bleiben am besten unter Kontrolle, damit sie keine Begegnung mit Wildtieren provozieren. Außerdem sollten Besucher auf den vorgesehenen Wegen bleiben und weder Futter noch Essensreste im Wald zurücklassen.
Achtung: Wolf in Baden-Württemberg gesichtet
Im Gemeindewald von Plüderhausen hat eine Wildkamera am vergangenen Samstag einen Wolf aufgenommen. Fachleute überprüften das Bildmaterial anschließend und bestätigten, dass die Aufnahme tatsächlich einen Wolf zeigt. Die Bestätigung erfolgte durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Heimat Baden-Württemberg. Damit steht fest, dass sich das Tier zumindest für kurze Zeit in dem Waldgebiet im Rems-Murr-Kreis aufgehalten hat. Die Aufnahme liefert zugleich einen weiteren Nachweis dafür, dass wandernde Wölfe auch diese Region gelegentlich durchqueren.
Nach der Einschätzung des Forstamts spricht alles dafür, dass der Wolf seine Wanderung fortsetzt und sich nicht dauerhaft in Plüderhausen aufhält. Fachleute gehen deshalb von keinem erhöhten Risiko für die Bevölkerung aus. Diese Bewertung schließt auch die beiden Waldkindergärten im Ort ein. Unabhängig von der aktuellen Sichtung rät das Forstamt zu einem rücksichtsvollen Verhalten im Wald. Besucher sollten Wildtiere nicht anlocken oder füttern, Hunde in Schutzgebieten anleinen und auf den ausgewiesenen Wegen bleiben.
(Quellen: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), Umweltministerium Baden-Württemberg, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














