17-Jähriger rast vor Polizei davon – eine Straßensperre stoppt ihn

Ein blau-weißes Polizeifahrzeug steht als Einsatzwagen am Straßenrand und scheint einen Bereich, in dem sich kürzlich etwas ereignet hat, abzusperren und zu sichern.
Symbolbild © imago/Marc John

Eigentlich sollte es eine normale Verkehrskontrolle werden. Beamte wollten in der Nacht im Raum Achern ein Fahrzeug überprüfen, das durch seine Fahrweise aufgefallen war. Doch statt anzuhalten, entschied sich der Fahrer zur Flucht. Wenig später entwickelte sich daraus ein Einsatz, der die Polizei über mehrere Kilometer beschäftigte.

Nach den bisherigen Erkenntnissen saß ein 17-Jähriger am Steuer – ohne Führerschein. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, setzte er seine Fahrt fort und ignorierte sowohl Blaulicht als auch die Leuchtschrift „Stopp Polizei“. Die Verfolgung führte über mehrere Straßen im Ortenaukreis und endete erst, als ein Streifenwagen den Fluchtweg blockierte.

Wilde Verfolgungsjagd: 17-Jähriger rast vor Polizei davon

Der Vorfall wirft erneut eine Frage auf, mit der sich Ermittler immer häufiger beschäftigen müssen: Warum setzen sich junge Fahrer ohne Fahrerlaubnis überhaupt ans Steuer? Polizeiliche Statistiken zeigen seit Jahren, dass fehlende Fahrerlaubnis häufig mit weiteren Risiken verbunden ist. Wer keine Fahrprüfung absolviert hat, verfügt oft nicht über die notwendige Erfahrung, um Gefahrensituationen richtig einzuschätzen. Kommt dann noch der Versuch hinzu, einer Kontrolle zu entkommen, steigt das Risiko für schwere Unfälle erheblich.

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Im aktuellen Fall blieb die Situation vergleichsweise glimpflich. Nach Angaben der Ermittler wurden keine unbeteiligten Verkehrsteilnehmer verletzt. Dennoch entstand erheblicher Sachschaden. Am Streifenwagen wird der Schaden auf rund 20.000 Euro geschätzt, am Fahrzeug des Jugendlichen auf etwa 10.000 Euro.

Verkehrskontrolle gerät außer Kontrolle: Flucht vor der Polizei

Für die Polizei geht es inzwischen nicht mehr nur um die Flucht selbst. Die Ermittler prüfen auch, warum der Jugendliche überhaupt mit dem Fahrzeug unterwegs war. Nach ersten Erkenntnissen könnte das Auto einem Bekannten gehören. Deshalb steht neben dem Fahren ohne Fahrerlaubnis auch der Verdacht im Raum, dass das Fahrzeug ohne Zustimmung genutzt wurde. Der Fall zeigt, wie schnell aus einer gewöhnlichen Verkehrskontrolle ein größerer Polizeieinsatz werden kann. Innerhalb weniger Sekunden fiel die Entscheidung zur Flucht. Die Folgen werden den Jugendlichen dagegen vermutlich noch deutlich länger beschäftigen.

(Quellen: Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg, Polizeipräsidium Offenburg, dpa)