200 Euro Strafe: Rauchen im Freibad bei Karlsruhe jetzt verboten

Ein Bademeister sitzt mit einem Megafon auf einem hohen Stuhl und überwacht die Badeanstalt. Im Hintergrund erkennt man verschwommen das Becken mit Wasser sowie Besucher auf Liegen.
Symbolbild © istockphoto/Casanowe

Ab Juni gelten in Baden-Württemberg deutlich strengere Regeln für Raucher. Davon sind auch Freibäder in der Region Karlsruhe betroffen. Wer dort weiterhin zur Zigarette greift, muss künftig mit Konsequenzen rechnen. In bestimmten Fällen drohen Bußgelder von bis zu 200 Euro.

Ab Juni wird Rauchen in Baden-Württemberg deutlich stärker eingeschränkt – auch in Freibädern der Region Karlsruhe. Wer das Verbot ignoriert, riskiert Bußgelder von bis zu 200 Euro.

Nicht mehr erlaubt: Rauchen verboten in Karlsruher Freibädern

Hintergrund für Verschärfung der Regeln ist die Reform des Nichtraucherschutzgesetzes des Landes. Die Landesregierung möchte vor allem Kinder, Jugendliche und Familien besser vor Passivrauch schützen. Deshalb gilt das Rauchverbot inzwischen nicht nur in geschlossenen öffentlichen Gebäuden, sondern auch an verschiedenen Orten unter freiem Himmel.

Besonders spürbar werden die Änderungen für Besucher von Freibädern sein. Rauchen ist dort grundsätzlich nicht mehr erlaubt, sofern keine ausdrücklich gekennzeichneten Raucherbereiche eingerichtet wurden. Die neuen Regeln betreffen nicht nur klassische Zigaretten. Auch E-Zigaretten, Vapes und Shishas fallen unter die Vorschriften. Das Rauchverbot gilt nun neben Freibädern auch auf öffentlichen Kinderspielplätzen sowie an Bus- und Straßenbahnhaltestellen.

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Seit Juni: Neue Regeln für Raucher in und um Karlsruhe

Das Ziel besteht darin, Menschen in Bereichen mit hohem Publikumsverkehr besser vor Rauch zu schützen. Für viele Raucher bedeutet das eine deutliche Umstellung. Während das Rauchen von Zigaretten im Freibad jahrzehntelang zum gewohnten Bild gehörte, müssen Besucher nun genauer darauf achten, wo das Qualmen noch erlaubt ist. Betreiber von Freibädern und Kommunen informieren deshalb verstärkt über die neuen Vorschriften.

Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Nach Angaben des Landes können je nach Verstoß Geldstrafen von bis zu 200 Euro verhängt werden. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen sind sogar höhere Sanktionen möglich. Befürworter begrüßen die neuen Regelungen. Sie verweisen darauf, dass Familien und Kinder in Freibädern, auf Spielplätzen oder an Haltestellen künftig besser geschützt sind. Kritiker sehen darin hingegen eine weitere Einschränkung für Raucher und befürchten eine zunehmende Reglementierung des öffentlichen Raums.

(Quellen: Landesregierung Baden-Württemberg, Nichtraucherschutzgesetz Baden-Württemberg, Kommunen, dpa)