
Viele Bundesländer planen, ihre digitale Infrastruktur auszubauen und Künstliche Intelligenz stärker zu nutzen. In Karlsruhe entsteht bald ein großes KI-Zentrum, das das Karlsruher Institut für Technologie plant.
Karlsruhe rüstet digital auf! Am renommierten KIT entsteht in den kommenden Jahren ein brandneues, hochmodernes Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz. Das Millionenprojekt soll die technologische Forschung im Südwesten auf ein gänzlich neues Level heben.
KI soll Forschung, Energie und Verwaltung voranbringen
Für ein Bundesland ergeben sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die KI. In der medizinischen Forschung kann KI große Datenmengen auswerten und Forschende bei der Entwicklung neuer Erkenntnisse unterstützen. Auch Hochschulen können leistungsfähige Rechensysteme für wissenschaftliche Projekte nutzen. Hinzu kommen Anwendungen im Energiesektor, etwa bei der Erforschung von Systemen, die weniger Ressourcen benötigen. Öffentliche Einrichtungen könnten ebenfalls von einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur profitieren. Baden-Württemberg will mit leistungsfähiger Rechentechnik deshalb nicht nur einzelne Projekte unterstützen, sondern Forschenden, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen Zugang zu moderner Infrastruktur ermöglichen. Das geplante KIT-Zentrum in Karlsruhe soll dafür künftig eine wichtige Grundlage schaffen.
Riesiges KI-Zentrum in Karlsruhe geplant
In Karlsruhe soll ein neues Rechenzentrum für Forschung und Künstliche Intelligenz entstehen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) plant die Fertigstellung bis 2029, sodass die ersten Rechnersysteme im Jahr 2030 offiziell in Betrieb gehen können. Die zusätzliche Rechenleistung soll nicht nur den eigenen Forschenden zur Verfügung stehen. Auch Hochschulen und öffentliche Einrichtungen in Baden-Württemberg sollen sie nutzen können. Damit reagiert das KIT auf den steigenden Bedarf an leistungsfähigen Computersystemen. Vor allem Bereiche wie die medizinische Forschung und Künstliche Intelligenz benötigen immer mehr Rechenkapazität.
Das Rechenzentrum soll jedoch nicht nur leistungsfähiger sein, sondern auch die entstehende Wärme weiterverwenden. Das KIT plant, die Abwärme für Gebäude auf dem Campus einzusetzen. Sie könnte dort künftig einen großen Teil des Wärmebedarfs decken. So verbindet das Projekt den Ausbau der digitalen Infrastruktur mit einer effizienteren Nutzung der beim Rechenbetrieb entstehenden Wärme. Neben Forschung und KI soll das neue Zentrum damit auch zu einem nachhaltigeren Betrieb beitragen.
(Quellen: KIT, MWK, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














