500.000 Euro: Schaden durch Brandkatastrophe bei Karlsruhe

Eine Gruppe von Feuerwehrleuten steht an einer befahrenen Straße. Es sind drei Einsatzfahrzeuge zu sehen. An eines der Fahrzeuge sind Schläuche angeschlossen. Die Straße grenzt an einen Wald, es regnet.
Symbolbild © imago/Tim Oelbermann

Schock in der Region! Eine Brandkatastrophe bei Karlsruhe hinterlässt ein zerstörtes Wohnhaus und einen riesigen Schaden von 500.000 Euro. Die Beamten gehen von einem gezielten Anschlag aus.

Hinter den Flammen lauert ein schlimmer Verdacht, weshalb die Polizei der Spur einer mutmaßlichen Täterin folgt. Die Brandkatastrophe soll einen Schaden von etwa 500.000 Euro verursacht haben.

Großeinsatz der Feuerwehr: 76 Retter im Kampf gegen die Flammen

Die Nacht zum Montag in der Kirchstraße wird zur Schicksalsstunde für ein Wohngebäude. Denn plötzlich steht eine Doppelgarage in Flammen, das Feuer frisst sich unaufhaltsam in die zwei Wohnungen darüber. Es ist ein Vollbrand, der die Anwohner in Angst und Schrecken versetzt. Die alarmierten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr finden beim Eintreffen bereits ein Inferno vor. Im Fokus der Ermittler des Kriminalkommissariats Rastatt steht schnell eine 42-jährige Frau, die bei der Polizei alles andere als eine Unbekannte ist. Sie soll daher nach anhaltenden Streitigkeiten mit einem Bekannten zur Brandstifterin geworden sein. Im Zorn, so der Tatverdacht, setzte sie schließlich die Garage des Mannes in Brand. Die Folgen sind verheerend.

Noch in derselben Nacht konnte man die Tatverdächtige in ihrer Wohnung vorläufig festnehmen. Beamte führten sie zum Polizeirevier Rastatt und durchsuchten ihre Unterkunft. Dabei sicherten sie entscheidende Beweismittel, während die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren laufen. Die Bilanz der Brandkatastrophe ist erschütternd: ein Sachschaden von rund 500.000 Euro. Zwar blieben Personen unverletzt, doch das Zuhause von acht Menschen steht plötzlich nicht mehr zur Verfügung.

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Die Wohnung über der völlig ausgebrannten Garage ist einsturzgefährdet. Ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks stellte massive Schäden wie starke Risse im Mauerwerk und beschädigte Dachbalken fest, weshalb das Betreten derzeit lebensgefährlich ist. Das betroffene Paar, das dort lebte, verlor sein Dach über dem Kopf. Auch das direkt angebaute Wohnhaus, in dem eine Familie mit drei Kindern und ein Vater mit Kind lebten, war zunächst nicht mehr bewohnbar – stark verraucht und voller Brandgeruch.

Die Feuerwehr Elchesheim-Illingen rückte mit 16 Einsatzkräften aus. Unterstützung kam zudem aus Durmersheim, Au am Rhein, Steinmauern und Rastatt. Insgesamt kämpften rund 76 Feuerwehrleute mit 18 Fahrzeugen gegen das Feuer.

Obwohl der Kernbrand schnell unter Kontrolle war, dauerten die Nachlöscharbeiten viele Stunden. Die Feuerwehr hielt somit bis sechs Uhr morgens Brandwache. Dank ihres Einsatzes durften die meisten Bewohner bereits am Montag zurückkehren. Einzig das direkt betroffene Paar aus der zerstörten Wohnung bleibt vorerst obdachlos. Für sie und den Eigentümer beginnt nun der schwierige Weg der Schadensregulierung.

(Quellen: Polizei und Feuerwehr der Stadt Karlsruhe, Kriminalpolizei)