600 Autofahrer erwischt – Karlsruhe kündigt weitere Kontrollen an

Ein großer grauer Blitzer steht an einer Land- oder Bundesstraße, leicht versteckt hinter Bäumen und wartet darauf, zu schnell fahrende Autofahrer und Raser zu blitzen, damit diese ein Bußgeld zahlen müssen.
Symbolbild © imago/Christian Ohde

Verkehrssünder sind regelmäßig unterwegs. In dieser speziellen Straße in Karlsruhe wurden bereits 600 Autofahrer erwischt. Viele Anwohner fühlen sich offenbar belästigt und fordern harte Maßnahmen für die Verkehrsteilnehmer. Die Stadt reagiert.

Die unkontrollierte Zunahme des Durchgangsverkehrs belastet die Lebensqualität in den Wohngebieten massiv. Um der rücksichtslosen Fahrweise mancher Pendler entgegenzuwirken, greifen die Behörden nun zu spürbaren Gegenmaßnahmen.

Wo das Risiko für Verkehrssünder besonders hoch ist

In Potsdam ist das Risiko eines Blitzerfotos besonders hoch, denn in keiner anderen Großstadt ist die Kontrolldichte ausgeprägter. Das belegt eine Auswertung einer Online-Plattform für Leasingfahrzeuge. Bei der Höhe des Bußgeldes pro Auto sticht hingegen die Fächerstadt hervor: In Karlsruhe werden im Schnitt 128 Euro pro angemeldetem Fahrzeug fällig. Neben einem Bußgeld drohen ‒ je nach Schwere des Verstoßes – Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot. Wer zu schnell fährt, riskiert allerdings nicht nur einen Unfall, der zu eigenen Verletzungen oder zur Gefährdung anderer führen kann. Oftmals fühlen sich insbesondere Mieter und Eigentümer, die an einer belebten Straße wohnen, vom Lärm der vorbeifahrenden Autos gestört.

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Hier wurden 600 Autofahrer erwischt – Anwohner beschweren sich 

Derzeit sorgt unter anderem diese Verkehrssituation offenbar für Unmut: Weil einige Autofahrer in der Ludwig-Haas-Straße gegen das dortige Tempolimit verstoßen, fühlen sich die dortigen Anwohner durch den Lärm belästigt. Eine Umleitung gilt als Grund für das aktuell höhere Verkehrsaufkommen. Erlaubt sind höchstens 30 km/h. Aufgrund der Beschwerden der Anwohner will die Stadt Karlsruhe nun zwar reagieren, doch eine Messung hatte bereits zuvor ergeben, dass beim Lärm keine Überschreitung des offiziellen Grenzwertes vorliegt. Das bedeutet: Gesetzlich ist die Anbringung eines Schildes mit „Lärmschutz“ schlichtweg nicht möglich.

Auch temporäre Blitzer hatte Karlsruhe bereits aufgestellt. Das Ergebnis: Insgesamt konnten 30.000 Verkehrsteilnehmer registriert werden, wobei 600 davon gegen die Geschwindigkeitsbegrenzungen verstießen. Im städtischen Vergleich ist diese Zahl allerdings nicht besonders auffällig. Weil die Beschwerden der Anwohner anhalten, beabsichtigt Karlsruhe, dort künftig dennoch strengere Kontrollen durchzuführen. Wann diese kommen und wie sie aussehen werden, dürfte sich wohl schon bald zeigen.

(Quellen: Stadt Karlsruhe)