
Zuletzt hatte der Karlsruher Zoo eine außergewöhnlich große Spende erhalten: 75 Tonnen wurden vollkommen kostenlos und frei Haus geliefert. So etwas sieht man nicht oft. Die Zoobetreiber sind überglücklich.
Im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe läuft derzeit ein besonderes Projekt, das ohne externe Unterstützung kaum realisierbar gewesen wäre. Für die Errichtung eines neuen Tiergeheges war der Zoo auf eine große Menge Naturstein angewiesen.
Ungewöhnliche Spende für den Karlsruher Zoo: Tonnenweise kostenlos geliefert
Der Zoo braucht rund 60 Tonnen Sand- beziehungsweise Granitstein. Die Hilfe kam schließlich aus der Region – und fiel größer aus als erwartet. Nach einem gezielten Aufruf meldete sich ein Unternehmen aus dem Schwarzwald, das dem Zoo eine umfangreiche Spende zusagte. Die VSG Schwarzwald-Granit-Werke GmbH & Co. KG stellte insgesamt 75 Tonnen Granit zur Verfügung und übertraf damit den ursprünglichen Bedarf deutlich. Das Material hat das Unternehmen eigens für das Projekt bereitgestellt und liefert sie gleich noch gratis.
Der Granit wird für ein neues Gehege verwendet, in dem künftig ein Felsenkänguru leben soll. Diese Tierart benötigt eine strukturreiche Umgebung mit erhöhten Flächen, Spalten und Rückzugsmöglichkeiten. Glatte oder einfache Flächen eignen sich nicht für die Haltung, weshalb der Einsatz von Naturstein eine zentrale Rolle spielt. Durch die unterschiedlichen Formen und Größen der gelieferten Steine können natürliche Felsformationen nachgebildet werden.
Artgerechte Gehege für den Karlsruher Zoo dank großer Spende
Die Verantwortlichen des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe sind über die Unterstützung sehr erleichtert. Sie betonen, dass Bauprojekte dieser Art mit erheblichen Kosten verbunden sind. Materialspenden in dieser Größenordnung sind daher keine Selbstverständlichkeit. Die zusätzliche Menge an Stein eröffnet zudem mehr gestalterische Möglichkeiten als ursprünglich geplant. Das neue Gehege soll den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden und den Besuchern einen realistischen Eindruck von ihrem natürlichen Lebensraum vermitteln.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Zoo und dem Unternehmen wird als positives Beispiel für regionales Engagement gesehen. Sie zeigt, wie lokale Betriebe öffentliche Einrichtungen unterstützen können, ohne dass zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich sind. Wann das Gehege fertiggestellt wird und die Tiere einziehen können, steht derzeit noch nicht fest. Mit der Lieferung der 75 Tonnen Granit ist jedoch bereits ein entscheidender Schritt getan.
(Quellen: Angaben des Zoo Karlsruhe)














