
In Deutschland entstehen neue Gebäude, doch moderne Bauprojekte haben ihren Preis. In Karlsruhe wächst ein 90-Meter-Riese aus Holz und Beton – das Projekt kostet 390 Millionen Euro.
In Deutschland entstehen weiterhin zahlreiche neue Gebäude. Städte und Gemeinden schaffen Wohnraum, Büros und öffentliche Einrichtungen. Zugleich ersetzen sie ältere Bauten durch neue Projekte. Dabei verändern sich nicht nur die Gebäude selbst, sondern auch die Anforderungen an ihre Nutzung.
Moderne Hochhäuser entstehen aus Holz und Beton
Bei neuen Bauprojekten setzen viele Verantwortliche auf zeitgemäße Konzepte. Dabei geht es nicht allein um das äußere Erscheinungsbild, sondern auch um die Frage, wie sich unterschiedliche Materialien und Bauweisen miteinander verbinden lassen. Holz spielt dabei eine größere Rolle, weil es sich mit anderen Baustoffen kombinieren lässt. Auch Hochhäuser müssen deshalb nicht ausschließlich aus klassischen Materialien entstehen. Die sogenannte Holz-Hybrid-Bauweise verbindet Holz mit Beton und schafft damit eine weitere Möglichkeit für größere Gebäude.
Karlsruhe bekommt einen 90-Meter-Riesen: Projekt kostet 390 Millionen
Je größer ein Bauvorhaben ausfällt, desto wichtiger wird die Finanzierung. Öffentliche Gebäude bilden dabei keine Ausnahme, denn Planung, Bau und Ausstattung benötigen erhebliche Mittel. Deshalb spielt nicht nur die Frage eine Rolle, welches Gebäude entstehen soll, sondern auch, wie viel das Projekt am Ende kostet. Eine neue Bauweise muss sich daher ebenfalls an wirtschaftlichen Vorgaben messen lassen. Entscheidend ist, ob die kalkulierten Ausgaben eingehalten werden können und ob die gewählte Lösung gegenüber anderen Varianten konkurrenzfähig bleibt.
Auf dem Areal des früheren Landratsamts-Hochhauses entsteht ein rund 90 Meter hoher Neubau. Das Projekt nimmt inzwischen sichtbar Gestalt an: Erste Fassadenteile sind fertig, zudem läuft der Innenausbau. Nach aktueller Planung sollen die Arbeiten 2027 und 2028 abgeschlossen werden. Der Hochhausbereich soll 2028 öffnen. Nach Angaben liegt das Vorhaben damit im vorgesehenen Zeitplan. Auch bei den Ausgaben gibt es bislang keinen Hinweis auf eine Überschreitung: Der Landkreis rechnet weiterhin mit Kosten von 390 Millionen Euro.
(Quellen: LRA Karlsruhe, sbp, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














