
Dreiste Tricks und Betrügereien lauern überall, selbst im vermeintlich sicheren Deutschland. Doch nun müssen sich Hausbesitzer direkt an ihrer eigenen Haustür vor einer möglichen Abzocke fürchten, warnt die Stadt Karlsruhe.
Eine scheinbar harmlose Angelegenheit kann in Karlsruhe schnell in einer teuren Falle enden. Die Stadt warnt vor dubiosen Firmen und falschen Behauptungen. Denn Hausbesitzer in Karlsruhe sollten sich an ihrer Haustür vor der neuen Abzocke die rumgeht wappnen.
Ein Anruf genügt: So können Hausbesitzer in eine teure Falle geraten
Der Sommer bringt nicht nur warme Tage, sondern auch mehr Wespen und Hornissen in Gärten und rund ums Haus. Wer plötzlich ein Nest entdeckt, möchte meist schnell Klarheit und Hilfe. Genau diese Situation kann allerdings zum Problem werden. Denn online finden sich neben offiziellen Informationen auch Anbieter, die mit schnellen Lösungen werben. Für Betroffene ist deshalb wichtig, zunächst festzustellen, welche Art überhaupt vorliegt und ob eine Entfernung notwendig ist. In Baden-Württemberg gelten für verschiedene Hornissenarten unterschiedliche Schutzvorschriften. Die Stadt Karlsruhe berichtet von Anbietern, die mit 24-Stunden-Hilfe, kostenloser Anfahrt oder vermeintlicher Fachkenntnis werben. Problematisch wird es, wenn bereits am Telefon eine besonders gefährliche Situation suggeriert wird, ohne dass das Nest fachgerecht bestimmt wurde.
In einem konkreten Fall wurden laut Stadt sogar Europäische Hornissen mit der Asiatischen Hornisse verwechselt. Das Nest wurde daraufhin entfernt und anschließend eine Rechnung im vierstelligen Bereich verlangt. Später war das Unternehmen nicht mehr erreichbar. Vor einer Beauftragung sollte man Adresse, Telefonnummer und Unternehmensangaben überprüfen. Auch auffällig perfekte Bewertungen oder Siegel auf einer Webseite sind kein sicherer Beweis für einen seriösen Anbieter.
Asiatische Hornisse Karlsruhe: So umgeht man dubiose Angebote
Wer in Baden-Württemberg eine Asiatische Hornisse oder ein entsprechendes Nest entdeckt, sollte den Fund zunächst offiziell melden. Dafür stehen die Meldeplattform der LUBW und die „Meine Umwelt“-App zur Verfügung. Ein Foto ist für die Verifizierung zwingend erforderlich. Nach der Bestätigung können Betroffene auf eine offizielle Liste sachkundiger Nestentferner zurückgreifen. Dabei muss auch das Einsatzgebiet stimmen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Nicht jedes Nest sieht gleich aus. Die Asiatische Hornisse baut zunächst kleine Gründungsnester und später deutlich größere Sekundärnester. Gerade bei kleinen Nestern besteht zudem eine erhöhte Verwechslungsgefahr mit der heimischen Art. Wer also ein Nest entdeckt, sollte nicht vorschnell handeln. Fotografieren, melden, verifizieren lassen und erst danach einen qualifizierten Entferner auswählen, ist der sicherste Weg.
(Quellen: Stadt Karlsruhe)














