Alarmierende Zahlen aus Karlsruhe – immer weniger Azubis starten

Auf dem Azubi-Inklusuonstag versetzen sich junge Menschen in ihre Altersgenossen hinein. Mit verschiedenen Hilfsmitteln erfahren sie, mit welchen Hürden sie bei Taubheit, Blindheit oder Gehörlosigkeit zun kämpfen haben.
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Immer weniger Azubis starten in Karlsruhe in diesem Jahr ins erste Lehrjahr. Dies zeigen aktuelle Zahlen der IHK. Experten sind angesichts der alarmierenden Entwicklung zutiefst besorgt.

Die neuen Daten zum Ausbildungsstart zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Obwohl Jugendliche hervorragende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben, bleibt der erhoffte Ansturm auf die freien Stellen in der Region aus.

Immer weniger Azubis, obwohl die Chancen gut stehen

Der Trend zeigt seit Jahren nach unten. In Deutschland starten im langfristigen Trend immer weniger Menschen eine Berufsausbildung. Auch aktuelle Erhebungen wie der Berufsbildungsbericht der Bundesregierung und aktuelle Marktdaten bestätigen, dass sowohl das Angebot an Ausbildungsplätzen als auch die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge weiter rückläufig sind.

Obwohl Betriebe händeringend Nachwuchs suchen, bleiben zehntausende Ausbildungsplätze unbesetzt. Oft passen die Anforderungen der Betriebe und die Qualifikationen oder regionalen Wünsche der Bewerber nicht zusammen. Zudem meldeten durch die wirtschaftlich angespannte Lage zuletzt wieder mehr Betriebe, dass sie ihr Ausbildungsangebot verringern oder mangels geeigneter Bewerber ganz aufhören auszubilden.

Immer weniger Azubis starten in Karlsruhe: Experten zeigen sich besorgt

Der Rückgang an Auszubildenden in Karlsruhe hat zwei Seiten. Während die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe einen deutlichen Einbruch verzeichnet, erlebt das regionale Handwerk einen regelrechten Boom. Zum Ausbildungsstart verzeichnete die IHK Karlsruhe einen Rückgang der Neuverträge um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nämlich von 3.305 auf 2.744 Verträge. Demgegenüber meldet die Handwerkskammer Karlsruhe ein starkes Plus von über 15 Prozent.

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Die angespannte wirtschaftliche Lage trifft den industriell und kaufmännisch geprägten Sektor in Karlsruhe hart. Laut IHK Karlsruhe überprüfen viele Unternehmen wegen eingetrübter Erwartungen ihre Personalplanung kritisch. Viele Betriebe ziehen sich zwar nicht völlig aus der Ausbildung zurück, reduzieren aber die Zahl der angebotenen Plätze. In Bürojobs sowie in der IT- und Elektrotechnik herrscht bei Jugendlichen derzeit eine gewisse Verunsicherung. Verträge für angehende Fachinformatiker oder im Büromanagement brachen landesweit ein. Jugendliche sorgen sich, dass diese Berufe langfristig durch KI ersetzt werden könnten. In Karlsruhe spielt ebenfalls eine Rolle, dass rechnerisch zwar immer noch mehr freie Lehrstellen als Bewerber vorhanden sind. Aber Angebot und Nachfrage finden oft nicht zusammen.

(Quellen: IHK Karlsruhe)