Anwohner in Sorge: Drohende Gefahr am Karlsruher Kolpingplatz

Zwei Radfahrer schieben ihre Räder auf einer ruhigen Straße durch eine Stadt.
Symbolbild © istockphoto/Mickis-Fotowelt

In Karlsruhe sind die Anwohner besorgt, weil das Gefahrenpotenzial am Kolpingplatz immer größer wird. Kaum jemand traut sich zu bestimmten Zeiten noch dorthin.

Rund um den Kolpingplatz in Karlsruhe hat sich in den letzten Monaten der Ärger gehäuft. Eigentlich handelt es sich um eine kleine Rasenfläche mit Spielplatz und Blumenbeeten. Doch ein Kiosk an der Südseite sorgt für Ärger, denn die Kundschaft stört die Ruhe der Anwohner. Und noch eine Gefahr droht dem Karlsruher Kolpingplatz.

Gefahr im Verzug am Karlsruher Kolpingplatz

Der Kiosk am Kolpingplatz hat einen neuen Betreiber, doch die Anwohner fühlen sich seitdem zunehmend belästigt. Einige erwägen sogar, wegzuziehen. Nachts kaufen immer mehr Jugendliche am Kiosk ein und halten sich auf der Straße auf. Manchmal lassen sie die Motoren ihrer Autos laufen, Musik dröhnt über den Platz. Einige Anwohner trauen sich nachts nicht mehr auf die Straße. Manche Jugendliche seien auch aggressiv, weil sie betrunken sind. Nun droht am Kolpingplatz eine weitere Gefahr.

Nach Beobachtungen von Anwohnern des Kolpingplatzes würden einige Passanten dort Lachgas konsumieren. Dieses Gas würden sie im Späti kaufen. Eine Gruppe Jugendlicher packt beispielsweise eine Gaskartusche aus, befüllt über die Ventile einige Luftballons und inhaliert dann das Lachgas. Danach soll man ein minutenlanges Hochgefühl erleben, ein Kribbeln im Körper bis hin zu Halluzinationen. Auch unkontrolliertes Lachen soll zu den Symptomen der Inhalation gehören. Mediziner warnen eindringlich vor dem Konsum von Lachgas, da es nicht nur zu Schwindel und Übelkeit, sondern auch zu Lähmungserscheinungen führen kann.

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Gefährlicher Konsum in der Öffentlichkeit

Die Gaskartuschen und leeren Ballons lagen überall herum. Auch vor dem nahegelegenen Kindergarten haben Anwohner wohl Überreste gefunden. Selbst die Polizei bestätigt den Gebrauch von Lachgas. Man bekäme es nicht nur am Kiosk, sondern in einer Sahnekapsel zum Nachfüllen für Sahnespender eigentlich in jedem Supermarkt. Außerdem spricht das Städtische Klinikum von einer bedrohlichen Situation, da immer wieder Menschen in der Kindernotaufnahme behandelt werden müssen, nachdem sie Lachgas konsumiert haben. Der Ärger ist also auf allen Seiten groß und die Anwohner fordern das Ordnungsamt auf, endlich tätig zu werden.