Aus Saarbrücken: Karlsruher SC holt sich neuen Schlüsselspieler

Mehrere Spieler des Karlsruher SC laufen gemeinsam über den Rasen des Wildparkstadions. Sie spielen gerade gegen eine andere Mannschaft der zweiten Bundesliga. Ein neuer Spieler unterschreibt jetzt beim KSC.
Symbolbild © imago/Lucca Fundel

Der Karlsruher SC treibt seinen personellen Umbruch weiter voran. Mit Tim Civeja wechselt ein Spieler in den BBBank Wildpark, der den Verantwortlichen nicht nur wegen seiner Statistiken aufgefallen sein dürfte.

Auf den ersten Blick wirkt der Transfer wie eine klassische Verstärkung aus der 3. Liga. Wer jedoch genauer hinschaut, erkennt schnell, warum der KSC großes Interesse an dem Mittelfeldspieler hatte. Civeja kam in der vergangenen Saison auf 35 Ligaeinsätze, erzielte fünf Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Für einen zentralen Mittelfeldspieler sind das Werte, die aufhorchen lassen.

Karlsruher SC holt sich neuen Schlüsselspieler aus der dritten Liga

Vor allem seine Vielseitigkeit macht ihn interessant. Civeja kann sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden, gilt als laufstark und bringt Tempo sowie Spielübersicht mit. Genau solche Qualitäten sucht der KSC derzeit im Zuge seines Kaderumbaus. Die Verantwortlichen sehen in ihm einen Spieler, der nicht nur Bälle erobern, sondern auch Angriffe einleiten und selbst Torgefahr entwickeln kann.

Eine besondere Geschichte verbindet den Neuzugang bereits mit den Karlsruhern. Sein erstes Pflichtspieltor für Saarbrücken erzielte Civeja ausgerechnet gegen den KSC im DFB-Pokal. Damals setzte sich Saarbrücken überraschend durch und legte damit den Grundstein für einen bemerkenswerten Pokallauf bis ins Halbfinale. Heute wechselt genau jener Spieler nach Karlsruhe und soll künftig auf der anderen Seite für Erfolgserlebnisse sorgen.

Lesen Sie auch
Nach Leerstand: Beliebtes Karlsruher Lokal öffnet wieder

Mit Bundesliga-Erfahrungen – nächster Neuzugang beim Karlsruher SC

Der gebürtige Dachauer wurde in der Nachwuchsabteilung des FC Augsburg ausgebildet und sammelte dort erste Bundesliga-Erfahrungen. Anschließend führte ihn sein Weg über Ingolstadt nach Saarbrücken, wo er sich zum Stammspieler entwickelte. Auch international machte er auf sich aufmerksam und lief für deutsche Nachwuchsnationalmannschaften sowie die albanische U21 auf.

Für den KSC ist die Verpflichtung mehr als nur ein weiterer Neuzugang. Sie zeigt, welchen Weg der Verein einschlagen möchte. Gesucht werden keine großen Namen, sondern Spieler mit Entwicklungspotenzial, Spielintelligenz und der Fähigkeit, Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen. Genau in dieses Profil passt Civeja. Ob er die Erwartungen erfüllen kann, wird sich erst in der kommenden Saison zeigen. Die Voraussetzungen sind jedoch vielversprechend. Im Wildpark hofft man nun, dass der Mann, der einst gegen Karlsruhe traf, künftig für Karlsruhe trifft.

(Quellen: KSC, dpa, Transfer- und Leistungsdaten von Tim Civeja, 1. FC Saarbrücken.)