
Es klingt wie der Plot aus einem verrückten Film, aber in Karlsruhe herrscht derzeit so etwas wie ein Ausnahmezustand. Tatsächlich sind die kleinen Krabbeltierchen über die Kinder hergefallen. Nun muss dringend etwas gegen die Ameisen unternommen werden, bevor die Plage überhandnimmt.
Die Lage rund um eine invasive Ameisenart spitzt sich im Karlsruher Stadtteil Neureut weiter zu. Besonders brisant: Inzwischen ist auch eine Schule betroffen. Dort kam es zuletzt zu einem massiven Auftreten der Tapinoma magnum. Diese Art breitet sich seit Jahren in der Region aus und ist nur schwer zu bekämpfen.
Invasive Art befällt Schule in Karlsruhe
Nach aktuellen Informationen traten die Ameisen auf dem Schulgelände in großer Zahl auf. Die Kinder wurden von den Tieren regelrecht überlaufen, was vor Ort für Verunsicherung sorgte. Zwar gelten die Ameisen nicht als gefährlich für Menschen, doch ihr massenhaftes Auftreten wird als äußerst unangenehm empfunden. Gerade auf Schulhöfen, wo sich viele Kinder gleichzeitig aufhalten, kann dies schnell zur Belastung werden.
Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Problems. Neureut gilt bereits seit einiger Zeit als Schwerpunktgebiet der Ausbreitung. Die Art bildet sogenannte Superkolonien mit Millionen von Tieren, die sich unter Gehwegen, in Gärten und sogar in Gebäuden ausbreiten können. Von dort gelangen sie immer wieder in großer Zahl an die Oberfläche.
Stadt Karlsruhe leitet Maßnahmen ein: Kampf gegen aggressive Ameisen
Inzwischen reagiert die Stadt mit gezielten Maßnahmen. Zu diesem Zweck wurde eine koordinierende Stelle eingerichtet, die sich ausschließlich mit der Eindämmung der Ameisenplage beschäftigt. Auf den betroffenen Flächen, zu denen auch Schulgelände zählen, kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Dazu zählen spezielle Ködersysteme sowie technische Verfahren, mit denen die Nester direkt behandelt werden. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Situation schwierig. Die Ameisen gelten als äußerst anpassungsfähig und können sich schnell weiter ausbreiten.
Eine vollständige Bekämpfung ist daher kurzfristig kaum möglich. Aktuell geht es stattdessen darum, die Population einzudämmen und besonders betroffene Bereiche, wie Schulen, möglichst zu schützen. Für Eltern und Anwohner bleibt die Lage angespannt. Der Vorfall in Neureut macht deutlich, wie nah das Problem inzwischen am Alltag vieler Menschen ist. Auch wenn keine direkte Gesundheitsgefahr besteht, sorgt die schiere Menge der Tiere für Unbehagen und macht die Ameisenplage zu einem Thema, das Karlsruhe weiterhin beschäftigen wird.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion, Bild, dpa, SWR)














