
Die Entscheidung steht endlich fest: Es wird einen neuen Windpark bei Karlsruhe geben. Sofort umgesetzt werden kann das Projekt jetzt trotzdem nicht. Denn es gibt keinen Baupartner mehr.
Die Stimmzettel wurden verteilt und die Entscheidung steht: Der Windpark bei Karlsruhe wird gebaut. Vollkommen unerwartet ist jetzt jedoch das Partnerunternehmen abgesprungen.
Hiobsbotschaft – das Warten hat kein Ende
Deutschland will weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energie. Windenergie ist dabei ein wichtiger Schritt im Rahmen der Energiewende. Dem stimmen viele Menschen in Bruchsal zu und so sprach sich der Gemeinderat der Stadt bereits im Mai 2025 dafür aus, Waldflächen für Windräder zu verpachten. Die neue Bürgerinitiative „Kein Windrad im Wald“ sprach sich schnell mit zahlreichen Unterschriften dagegen aus. Lange passierte daher nichts. Doch jetzt gibt es gute und schlechte Nachrichten.
Denn die Bürger haben beim Bürgerentscheid am 14. Dezember mit knapp 58 Prozent Mehrheit entschieden, dass die Windräder gebaut werden. Von insgesamt 12.646 Wählern sind somit die meisten von dem Projekt überzeugt. Eigentlich würde das jetzt bedeuten, dass der Bau losgehen kann. Immerhin haben die Verantwortlichen in der Vergangenheit schon einen Nutzungsvertrag mit dem Projektierer Energiequelle GmbH ausgehandelt. Doch daraus wird nichts.
Plötzlich wollen sie doch nicht mehr
Mit dem Bürgerentscheid für den Windpark bei Karlsruhe hätte die Umsetzung des Projektes jetzt schnell gehen können. Doch schon zwei Tage vor dem Termin war klar, dass sich der Bau weiter hinauszögern wird. Denn aus dem Nichts hat sich die Energiequelle GmbH dazu entschieden zurückzutreten. Am Freitagabend haben die Projektpartner die Stadt Bruchsal per Mail darüber informiert, dass sie den ausgehandelten Vertrag unabhängig vom Ergebnis der Abstimmung nicht unterschreiben werden. Mittlerweile wurde das auch am Telefon bestätigt.
Laut Oberbürgermeister Weigt hängt die Entscheidung des Konzerns gegen das Projekt mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zusammen. Scheinbar möchte der Projektpartner die damit verbundenen Risiken doch nicht tragen. Konkret bedeutet das nun, dass ein neuer Partner für die Umsetzung gesucht wird. Sobald die Vertragsverhandlungen dann geschafft sind, kann die Stadt die knapp 4 Hektar, die für Windenergie vorgesehenen sind, dann endlich bebauen.
(Quellen: Bürgerentscheid Bruchsal, Projekt Windpark, dpa)














