Befehl aus Karlsruhe: Beliebtes Hunde-Eis aus Eisdiele verbannt

Ein Hund isst ein Eis.
Symbolbild © istockphoto/Benjamin Boss

Das beliebte Hunde-Eis wird aus einer Eisdiele verbannt. Die Anordnung kam von ganz oben – aus Karlsruhe. Umso größer ist die Enttäuschung bei den Kunden.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat in einer Eisdiele bei Karlsruhe eine Amtshandlung durchführen lassen. Dem Betreiber fehlt die nötige Lizenz, deshalb darf er in Zukunft kein Hunde-Eis mehr verkaufen.

Leckeres Hunde-Eis ab sofort verboten

Viele Hunde lieben im Sommer eine kühle Erfrischung. Hunde-Eis ist daher immer populärer und findet viele vierbeinige Liebhaber. Geschmacksrichtungen wie Leberwurst, Joghurt-Banane, Apfel, Wildlachs oder Bio-Rind sorgen für steigenden Absatz und tierische Begeisterung. Deshalb nehmen auch immer mehr Eisdielen Hunde-Eis in ihr Sortiment auf. In einer Eisdiele ist damit aber nun Schluss, denn es gibt ein offizielles Verbot von oben.

In Ottenau gibt es den „Eis-Wolf“, der weit über die Stadtgrenzen hinaus für sein leckeres Eis bekannt ist. Sogar ein Hunde-Eis war im Angebot. Doch das muss der Betreiber der Eismanufaktur jetzt aus dem Sortiment nehmen. Der Grund sind futtermittelrechtliche Vorschriften. Dies sorgt für Ärger bei Herrchen und Hunden. Schließlich sind viele Eisliebhaber nach Ottenau gekommen und haben extra ihren Hund mitgebracht. Denn ihr Liebling sollte auch ein Eis bekommen. Nun ist das Eis für Hunde von Amts wegen verboten – zumindest in Ottenau.

Erforderliche Genehmigungen nicht erfüllt

Es gibt EU-weite Vorschriften, die auf das Futtermittelgesetz zurückgehen. Demnach müsste das Hunde-Eis entsprechend deklariert werden. In den Laboren des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg wurde das Hunde-Eis untersucht. Hier finden die Futtermittelkontrollen und -untersuchungen statt. Bereits im Vorjahr testete man das Doggie-Eis der Eisdiele Rizzardini aus Gernsbach. Es wurde für gut befunden. Inhaber Rocco Pronesti erhielt nach der Laboruntersuchung ein Zertifikat und darf das Doggie-Eis nun offiziell verkaufen.

Strenge Auflagen: Hundeeis aus Eisdielen verbannt

Wer in Baden-Württemberg Hunde-Eis anbieten will, muss sich bei der zuständigen Überwachungsbehörde registrieren lassen. Außerdem müssen die Zutaten der Hunde-Eiscreme auf den Bechern gesondert gekennzeichnet werden. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass weder Zucker noch Laktose im Eis enthalten sind. Genau diesen bürokratischen Aufwand will man in Ottenau nicht betreiben und verzichtet deshalb auf das Hunde-Eis. Ob es in Zukunft wieder ein leckeres Eis für die Vierbeiner geben wird, bleibt abzuwarten.