
Damit geht wieder ein Stück Heimat verloren: Ein beliebtes Kult-Café bei Karlsruhe verschwindet. Die Betreiberin verlässt nach zehn Jahren die Stadt. Die Stammkunden sind traurig.
Viele Bürger werden sich bald von ihrem zweiten Wohnzimmer verabschieden müssen. Während die Inhaberin noch immer dringend einen Nachfolger sucht, verschwindet dieses Kult-Café.
Ära von zehn Jahren: Ein „Wohnzimmer“ schließt seine Türen
Es ist ein einmaliger Ort in der Nordstadt: 100 Jahre alte Fliesen, schiefe Wände und eine gemütliche, heimelige Atmosphäre. Doch jetzt steht das beliebte Café „Fräulein Ohrt“ vor dem Aus: Inhaberin Farina Ohrt wird Pforzheim nach zehn Jahren verlassen und sucht daher einen Nachfolger für ihr Kult-Lokal. Die Entscheidung sei über die Weihnachtszeit in der Familie gefallen, heißt es. Der private Schritt, Pforzheim der Liebe wegen zu verlassen, zwinge sie zur Aufgabe des Cafés in der Zähringerallee 35. Ein genaues Schließdatum gibt es noch nicht, aber die Suche nach einem neuen Betreiber läuft bereits.
Dabei war das Kult-Café, das bald verschwindet, viel mehr als nur ein Ort für Kaffee und Kuchen. Es galt mit seinem charmanten Altbau, der großen Terrasse und einem vielfältigen Angebot von herzhaftem Frühstück bis hin zu hausgemachten Torten als zentraler Treffpunkt. Gäste schätzten die persönliche Atmosphäre und das zwölfköpfige Team. Laut der Betreiberin überwiege bei ihr eine Mischung aus Vorfreude auf den Neuanfang und Traurigkeit über das Ende einer prägenden Zeit. Am meisten werde sie dabei ihr Team vermissen.
Die Zukunft des Ortes: Die Hoffnung auf einen würdigen Nachfolger
Ob es doch noch einen letzten Sommer im „Fräulein Ohrt“ geben wird, bevor das Kult-Café endgültig verschwindet, ist noch offen. Farina Ohrt hoffe auf einen Nachfolger, der das Konzept und den Charakter des Lokals erhält, damit die Menschen diesen besonderen Ort nicht völlig verlieren.
Der angekündigte Abschied stößt in den sozialen Medien bereits auf Bedauern. Für die Nordstadt fällt damit eine Institution weg, die das Viertel über ein Jahrzehnt mitgeprägt hat. Was danach kommt, ist noch ungewiss – für das Café und für die Betreiberin selbst, die aber auch in Zukunft mit Essen und Trinken ihr Geld verdienen will.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redaktion)














