Brand gesetzt: Feuerteufel in der Karlsruher Innenstadt unterwegs

Ein Einsatz der Feuerwehr mit vielen Einsatzfahrzeugen in der Nacht. Jemand hat vermutlich ein Gebäude in Brand gesetzt, unzählige Feuerwehrleute sind im Einsatz, ein großer Lichtkegel leuchtet. In der Karlsruher Innenstadt waren Feuerteufel unterwegs.
Symbolbild © imago/EHL Media

Flammen in der Nacht! Alles deutet darauf hin, dass aktuell Feuerteufel in der Karlsruher Innenstadt ihr Unwesen treiben. Fest steht: Dieser Brand verursachte einen enormen Schaden.

Offenbar wollten ein paar Feuerteufel in der Karlsruher Innenstadt gleich ein ganzes Wohnhaus in Brand setzen. Denn nur das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte eine Katastrophe. Jetzt sucht die Polizei fieberhaft nach den Tätern.

Anwohner in Panik: Als der Rauch in die Wohnungen zog

Kurz vor halb drei Uhr in der Nacht zum Donnerstag werden die Bewohner der Kaiserstraße jäh aus dem Schlaf gerissen. Doch es ist nicht das übliche Rauschen der Straßenbahn – es ist beißender Rauch und das unheimliche Knistern des Feuers, die sie an die Fenster treiben. Der Blick nach unten lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren: Direkt vor ihrer Haustür, mitten in der belebten Shopping-Meile, lodern Flammen aus einem Stapel Müllsäcke. Feuerteufel haben in der Karlsruher Innenstadt zugeschlagen. Gegen 02:40 Uhr entzündeten Unbekannte die vor einem Modegeschäft gelagerten Plastiksäcke mit Papier und Verpackungsmaterial. Die Hitze war so enorm, dass die Schaufensterscheiben der Modefiliale mit einem lauten Knall zersprangen und in tausend Scherben auf dem Asphalt zerschellten.

Für die Anwohner beginnt ein wahrer Albtraum. Die Angst geht um: Was, wenn die Flammen übergreifen? Wenn das Feuer über die Fassade nach oben kriecht, in die eigenen vier Wände? Mehrere Personen machen sich an den Fenstern bemerkbar, die Panik steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Nur dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass die Bewohner in ihren Wohnungen bleiben können und das Feuer nicht auf die oberen Stockwerke übergreift. Doch der Schaden ist immens. 150.000 Euro, so die erste Schätzung. Zwei weitere Fassaden sind beschädigt, ein ganzes Geschäft vorerst lahmgelegt.

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150.000 Euro Schaden und ein schauriger Verdacht

Jetzt beginnt das große Rätseln: Wer tut so etwas? Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. War es ein dummes Streichholz, das außer Kontrolle geriet? Oder steckt mehr dahinter? Die Art, wie hier mitten in der Nacht, nur wenige Meter von schlafenden Menschen entfernt, ein Feuer gelegt wurde, lässt einen schaurigen Gedanken zu: Vielleicht war genau das der Plan – vielleicht wollten diese Feuerteufel nicht nur Müll in der Karlsruher Innenstadt verbrennen, sondern das große Chaos entfachen. Ein gezielter Brandanschlag auf ein Wohnhaus mit ahnungslosen Schläfern hinter den Fassaden.

Die Ermittler hoffen nun auf Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Bis dahin bleibt die bange Frage: Sind die Täter weitergezogen – oder lauern sie schon auf die nächste Gelegenheit?

(Quellen: Polizeipräsidium Karlsruhe)