Cafés und Bars: Heizstrahler-Aus könnte in Karlsruhe drohen

Eine Außengastronomie mit Heizstrahlern
Symbolbild © istockphoto/Renata Tyburczy

Im Herbst und Winter die Außengastronomie genießen, das ist sehr beliebt. Doch nun droht in Karlsruhe den Heizpilzen das Aus.

Bei kaltem Wetter mit einem leckeren Getränk draußen sitzen, das mögen viele Karlsruher. Jedoch ist dies ohne Heizstrahler fast unmöglich. Außerdem gibt dieser erst die richtige Gemütlichkeit. Und seit der Coronapandemie hat der Heizpilz noch einmal eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn ohne ihn wäre der Genuss von gastronomischen Angeboten gar nicht möglich gewesen.

Die Wärme in der kalten Jahreszeit wird teuer

Im ersten Corona-Winter gab es sogar noch eine Förderung für die Heizstrahler. Denn zu dieser Zeit war ausschließlich die Öffnung der Außengastronomie erlaubt. So konnten die Restaurants, Cafés und Bars Gäste empfangen, ohne dass das Risiko einer Corona-Ansteckung allzu hoch war.

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Doch jetzt haben sich die Zeiten wieder einmal geändert. Derzeit kostet eine Füllung für eine elf Kilogramm fassende Gasflasche knapp 25 Euro. Mit dieser können Gastronomen durchschnittlich 10 bis 25 Stunden heizen.

Für die Gastronomie im nördlichen Landkreis von Karlsruhe ist dies in der Energiekrise eine echte Herausforderung. Denn in diesem Jahr kommt die Kälte sehr früh. Die Außengastronomie bleibt aufgrund der Kälte leer. Auch Hartgesottene können nur noch mittags ohne Beheizung draußen sitzen.

Es ist ein Teufelskreis

Eine vorsorgliche Beheizung ohne oder nur mit wenigen Gästen kommt jedoch nicht infrage. Dafür sind die Heizstrahler zu teuer. Sind die Heizpilze jedoch nicht an, kommen auch keine Gäste. Für die Gastronomie ein Teufelskreis. Sie müssen so wieder einmal mit Umsatzeinbußen rechnen.

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Und das, obwohl gerade die Gastronomie die Folgen der Coronapandemie noch nicht weggesteckt hat. Doch jetzt ist bereits die nächste Krise im Gange und viele Gastronomen bangen weiterhin um ihre Existenz.

Auch im Innenbereich macht man sich Sorgen. Denn auch hier muss sparsam mit der Heizung gewirtschaftet werden. Doch auch das ist schwierig. Denn wenn es im Restaurant oder Café kalt ist, bleiben die Gäste aus.

Heizpilze und Heizstrahler sind umstritten

Das gilt sowohl für gasbetriebene als auch elektrische. Sie sind natürlich ein Kostenfaktor. Weiterhin verbrauchen sie jedoch auch viel Energie. Ein Heizpilz stößt bei maximaler Leistung bis zu 3,5 Kilogramm CO₂ pro Stunde aus. Bei 40 Stunden in der Woche entstehen dadurch bis zu vier Tonnen Kohlendioxid jährlich.