Drama am Karlsruher Hauptbahnhof: Mann von Güterzug erfasst

Der Karlsruher Hauptbahnhof wird abgeriegelt und evakuiert, denn ein verdächtiges Gepäckstück am Gleis löst einen Großeinsatz aus. Polizei und Feuerwehr sind mit großem Aufgebot vor Ort.
Symbolbild © imago/Einsatz-Report24

Am Karlsruher Hauptbahnhof ist es zu einem tragischen Unglück gekommen. Ein 65-jähriger Mann wurde dort von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Vorfall, nachdem der Mann offenbar auf die Gleise gestürzt war.

Den Angaben der Ermittler zufolge stand der Mann vermutlich unter Alkoholeinfluss. Er soll auf den Gleisbereich gelangt und dort sitzen geblieben sein. In dieser Situation näherte sich ein Güterzug, der den Mann schließlich erfasste. Für den 65-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Schreckliches Unglück: Mann von Güterzug erfasst

Ein Zeuge bemerkte die gefährliche Situation offenbar kurz vor dem Zusammenstoß und versuchte einzugreifen. Nach bisherigen Informationen wollte er den Mann aus dem Gleisbereich retten oder ihn zumindest auf die Gefahr aufmerksam machen. Trotz dieses Versuchs konnte das Unglück jedoch nicht mehr verhindert werden.

Der Lokführer des Güterzuges leitete zwar eine Notbremsung ein, doch aufgrund des langen Bremswegs eines schweren Zuges konnte er den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Güterzüge benötigen oft mehrere hundert Meter, um vollständig zum Stillstand zu kommen. Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten sofort zum Hauptbahnhof aus. Der Bereich rund um die betroffenen Gleise wurde abgesperrt, während die Einsatzkräfte den Unfall aufnahmen. Für Reisende kam es zeitweise zu Einschränkungen im Bahnverkehr.

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Ermittlungen laufen um das Drama am Karlsruher Hauptbahnhof

Die Bundespolizei hat Ermittlungen zum genauen Ablauf des Unglücks aufgenommen. Dabei soll unter anderem geklärt werden, wie der Mann auf die Gleise gelangen konnte und ob weitere Umstände zu dem tragischen Vorfall geführt haben. Unfälle im Gleisbereich sind besonders gefährlich, da Züge aufgrund ihres Gewichts und ihrer Geschwindigkeit nicht kurzfristig stoppen können.

Die Polizei weist deshalb immer wieder darauf hin, dass das Betreten von Gleisen lebensgefährlich ist und ausschließlich an den dafür vorgesehenen Übergängen erfolgen darf. Für die Einsatzkräfte und Zeugen vor Ort war der Vorfall belastend. Auch für den Lokführer bedeutet ein solcher Unfall eine enorme psychische Belastung. Wie lange die Ermittlungen dauern werden, ist derzeit noch offen. Das Unglück hat am Karlsruher Hauptbahnhof für große Betroffenheit gesorgt.

(Quellen: Hauptbahnhof Karlsruhe, Polizei, dpa)