Dramatischer Fund: Toter aus der Alb bei Karlsruhe geborgen

Ein Polizeiauto steht an einem Fluss. Die Türen sind geöffnet und ein Mann steht am Wasser und sucht dieses ab.


Symbolbild Foto: Polizeipräsidium Karlsruhe

Das vergangene Wochenende war dramatisch. Die hohen Temperaturen brachten die Menschen zum Schwitzen. Nun wurde sogar ein Toter aus der Alb bei Karlsruhe geborgen.

Die Behörden stehen derzeit vor einem Rätsel, da die Umstände des Vorfalls noch immer unklar sind. Spezialisierte Kräfte der Wasserrettung waren stundenlang im Einsatz, um die Bergung zu sichern. Die extreme Wetterlage der vergangenen Tage erschwert die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort zusätzlich.

Der Fund schockierte die Menschen

Am Sonntag hat man einen 73-jährigen Mann tot aus dem Wasser der Alb geborgen. Zeugen hatten den Toten in der Alb entdeckt und umgehend die Rettungskräfte alarmiert. Trotz eines schnellen Großeinsatzes kam für den Mann jedoch jede Hilfe zu spät. Nach Angaben der Polizei rückten neben der Wasserrettung auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst an. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte allerdings nur noch den Tod des 73-Jährigen feststellen.

Die genauen Umstände des Todes sind bislang noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei könnte der Mann an einer inneren Ursache gestorben sein, die möglicherweise mit der anhaltenden Hitze in Zusammenhang steht. Ob der Tote sich in die Alb begeben hatte, um sich an den heißen Sommertagen abzukühlen, ist bisher nicht bekannt. Eine Obduktion ist nach Angaben der Ermittler derzeit nicht vorgesehen. Der tragische Fund ereignete sich inmitten einer außergewöhnlichen Hitzewelle, die Baden-Württemberg seit Tagen fest im Griff hat. In der Region Karlsruhe hat man zuletzt Temperaturen von mehr als 40 Grad gemessen. Wegen der extremen Belastung hatten mehrere Stadt- und Landkreise sogar eine „außergewöhnliche Einsatzlage“ ausgerufen.

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Extremes Wochenende in ganz Deutschland

Die hohen Temperaturen machen insbesondere älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen zu schaffen. Nach Angaben des Klinikums Esslingen werden während der aktuellen Hitzewelle rund 15 bis 20 Prozent mehr ältere Patienten mit Kreislaufproblemen, Dehydrierung oder anderen hitzebedingten Beschwerden behandelt.

Auch die DLRG warnt seit Tagen eindringlich vor den Gefahren, die von Badestellen und Gewässern während extremer Hitze ausgehen. Der Tote in der Alb könnte bald keine Seltenheit mehr sein. Bundesweit kamen allein am vergangenen Wochenende mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben. Viele Menschen unterschätzen die Belastung für den Kreislauf oder überschätzen ihre körperlichen Fähigkeiten im Wasser.

(Quellen: DLRG Karlsruhe, dpa)