Eigenartiges Phänomen: See in Ettlingen schwarz gefärbt

Schwarzes Wasser in einem See.
Symbolbild © istockphoto/EduardHarkonen

Besucher in Ettlingen am Watthaldensee sind schockiert. An der Oberfläche schwimmen tote Fische und das Wasser ist schwarz.

Die Bewohner und das Stadtbauamt Ettlingen sind besorgt. Denn es gibt ein seltsames Phänomen. Das Wasser im Watthaldensee ist schwarz verfärbt. Die Ursache dafür ist unklar.

Bereich um den See wurde abgesperrt

Ein aufmerksamer Bürger hat diese Entdeckung gemacht. Das Wasser im Watthaldesee ist schwarz. Zudem sah er tote Fische an der Oberfläche schwimmen. Er informierte die Stadt per Mail. Diese sperrte den Bereich um das Gewässer vorsorglich mit rot-weißen Bändern ab. Außerdem gingen Wasserproben an ein Labor.

Bislang wurden keine weiteren Auswirkungen auf die Fisch- und Vogelwelt vor Ort festgestellt. Dies teilte die Stadt mit. Der See ist rund 600 Quadratmeter groß und künstlich angelegt. Aktuell steht er unter Beobachtung und Ursache wird gesucht.

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Laborergebnisse sollen bis Freitag vorliegen

Der Bürgermeister, der Stadtbauamtsleiter und der Gewässerschutz waren bereits vor Ort. Sie haben Wasserproben entnommen. Diese werden jetzt in einem Labor untersucht. Die Stadt rechnet am Freitag mit dem Ergebnis.

Zwischenzeitlich entlastet man das Gewässer. Eine Frischwasserfontäne wurde neu installiert und bringt Sauerstoff in das Wasser ein. Während die Stadt auf das Laborergebnis wartet, prüft sie parallel die einzelnen Kanalleitungen entlang der Pforzheimer Straße. Sie oft, die Ursache zu finden.

Anscheinend haben absetzbare Stoffe eine Art Film auf dem See gebildet. Diese sind eventuell über den Quellkanal, der den See speist, dorthin gelangt. Dies vermutet der Gewässerschutz.

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Private Verursacher werden weitgehend ausgeschlossen

Außerdem werden die Gewerbebetriebe, die in die Schmutzwasserkanäle einleiten, in der Pforzheimer Straße geprüft. Eventuell gibt es Verbindungen zum Quellkanal.

Sehr wahrscheinlich ist ein privater Verursacher jedoch nicht. Die Menge der Verfärbung ist zu hoch. Auch die derzeitigen Kanalarbeiten im Abschnitt zwischen Ettlin AG und Buhlsche Mühle werden nicht als Ursache in Betracht gezogen. Denn diese erfolgen in einem geschlossenen System.

Die Stadt entscheidet das weitere Vorgehen nach Erhalt des Laborergebnisses. Es ist unter anderem denkbar, dass ein Saugbagger die Stoffe herausholt. Denn diese setzten sich vermutlich nach und nach auf dem Seeboden ab. Ggf. wird der See abgelassen.