Ein Zahlendreher kostet in Karlsruhe plötzlich mehr als 100 Euro

Eine blonde Frau in roter Jacke steht am Parkautomaten und bezahlt die Parkgebühren, um ein Ticket zu erhalten. Die Kosten fürs Parken werden immer höher, eine Großstadt versechsfacht sie sogar.
Symbolbild © istockphoto/SolStock
Die lästige Suche nach Kleingeld am Automaten gehört dank moderner Apps glücklicherweise immer häufiger der Vergangenheit an. Doch der digitale Komfort birgt tückische Stolperfallen, die das Abstellen des Fahrzeugs im Nachhinein extrem verteuern.

Parken ist nicht überall gleich teuer

Wie viel Autofahrer für einen Stellplatz bezahlen, hängt vom jeweiligen Standort ab. Städte und Gemeinden legen ihre Parkgebühren selbst fest und können dabei unterschiedliche Modelle nutzen. Deshalb kostet eine Stunde Parken in einer Stadt nicht zwangsläufig genauso viel wie in einer anderen. Auch innerhalb eines Ortes können verschiedene Preise gelten. In stark genutzten Bereichen können andere Gebühren gelten als an weniger frequentierten Standorten. Für Autofahrer bedeutet das: Sie sollten vor dem Abstellen des Autos prüfen, welche Gebühr am jeweiligen Parkplatz gilt und wie sie bezahlen müssen. Gerade bei digitalen Parksystemen kommt außerdem der korrekten Eingabe der Fahrzeugdaten eine wichtige Bedeutung zu.

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Ein Fehler beim Parken kann mehr als 100 Euro kosten

Wer keinen gültigen Parkschein besitzt oder die geltenden Parkregeln nicht einhält, riskiert einen Strafzettel. Das kann etwa passieren, wenn ein Autofahrer die vorgeschriebene Parkzeit überschreitet oder die Zahlung vergisst. Je nach Fall können neben der eigentlichen Parkgebühr weitere Kosten entstehen. Auch deshalb sollten Autofahrer beim Parken genau auf die Beschilderung und die jeweiligen Zahlungsbedingungen achten. Bei digitalen Systemen müssen sie zudem die geforderten Angaben korrekt eintragen. Ein kleiner Fehler bei der Bedienung kann sonst später zu Problemen führen.

In Karlsruhe erlebte ein Autofahrer, wie teuer ein Fehler beim digitalen Parken werden kann. Bei zwei Parkvorgängen gab er offenbar ein falsches Kennzeichen ein, ohne den Irrtum zunächst zu bemerken. Erst mehrere Wochen später erreichte ihn eine Rechnung von mehr als 100 Euro. Neben den angefallenen Parkgebühren verlangte der Anbieter für jeden der beiden Vorgänge eine Vertragsstrafe von 20 Euro. Offenbar konnte das System die eingegebenen Daten nicht dem tatsächlichen Kennzeichen seines Autos zuordnen.

(Quellen: DB InfraGO, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)