Ende: Publikumslieblinge verschwinden aus dem Karlsruher Zoo

Zu sehen sind die Frontansicht des Karlsruher Zoos und Besucher beim Durchschreiten des Eingangstores. Der steinerne Durchgang und das große Tor laden zum Besuch des Zoos ein. Dahinter leben die Tiere des Wildparks. Wer hereinkommt, kauft eine Eintrittskarte für den Zoo.
Symbolbild © imago/imagebroker

Die Besucher müssen sich verabschieden, denn zwei Publikumslieblinge verschwinden aus dem Karlsruher Zoo. Das hat die Zooleitung längst bekannt gegeben. Die Tiere sind äußerst beliebt, deshalb dürfte die Enttäuschung groß sein.

Ein Abschied steht im Karlsruher Zoo bevor: Die beiden Roten Pandas ziehen in den kommenden Wochen in andere zoologische Einrichtungen. Dies gab der Zoo am Sonntag auf seiner offiziellen Facebook-Seite bekannt. Damit verschwinden zwei Publikumslieblinge aus dem Karlsruher Zoo.

Tiere verlassen Karlsruher Zoo – Besucher müssen sich verabschieden

Die beiden Tiere leben seit mehreren Jahren in Karlsruhe und gehören zu den Lieblingen bei den Besuchern. Rote Pandas gelten weltweit als stark gefährdet, vor allem durch Lebensraumverlust und Wilderei. Zoos übernehmen daher eine wichtige Rolle beim Schutz dieser Art. Durch gezielte Umsiedlungen wird verhindert, dass sich innerhalb der europäischen Bestände zu enge Verwandtschaftslinien bilden. Laut dem Zoo ist der Umzug Teil eines langfristigen Plans. Es gibt noch keine offizielle Info, wohin Nilay und Najuk reisen. Doch jeder kann darauf vertrauen, dass derartige Transporte sorgfältig vorbereitet werden.

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Für die Besucher bedeutet der Abschied eine Veränderung im beliebten Himalaya-Bereich des Zoos. Gleichzeitig macht die Einrichtung deutlich, dass sie sich weiterhin für den Artenschutz einsetzen wird. Das Artenschutzprogramm koordiniert europaweit die Haltung von Roten Pandas und legt fest, welche Tiere sich fortpflanzen sollen und wo neue Gruppen entstehen.

Zuchtprogramm des Karlsruher Zoos – Publikumslieblinge verabschieden sich

Der Karlsruher Zoo hat in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich an Zuchtprogrammen teilgenommen und Nachwuchs bei bedrohten Arten verzeichnet. Auch nach dem Weggang der beiden Pandas soll die Anlage perspektivisch wieder mit neuen Tieren besetzt werden. Konkrete Termine nannte der Zoo noch nicht, kündigte aber weitere Informationen an.

Bis zum Umzug können die Gäste Nilay und Najuk noch im Karlsruher Zoo erleben. In den sozialen Medien reagierten viele Fans mit Wehmut, zugleich aber auch mit Verständnis für die Notwendigkeit des Programms. Der Zoo betont, dass der Schutz der Art über dem Verbleib einzelner Tiere stehe.

(Quellen: Zoo Karlsruhe, Europäisches Erhaltungszuchtprogramm EEP)