Erstochen: Zwei Tote bei Karlsruhe entdeckt – Bürger geschockt

Ein blau-weißes Polizeifahrzeug steht als Einsatzwagen am Straßenrand und scheint einen Bereich, in dem sich kürzlich etwas ereignet hat, abzusperren und zu sichern.
Symbolbild © imago/Marc John

In Oberhausen-Rheinhausen im Landkreis Karlsruhe beschäftigt ein tragischer Todesfall derzeit die Ermittler. In einer Wohnung wurden dort eine 61-jährige Frau und ihr 41-jähriger Sohn tot aufgefunden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben inzwischen weitere Details bekanntgegeben.

Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass der Sohn zunächst seine Mutter mit einem Messer getötet und anschließend sich selbst das Leben genommen hat. Hinweise auf eine dritte beteiligte Person gebe es derzeit nicht. Zu diesem Ergebnis kamen die Behörden nach den rechtsmedizinischen Untersuchungen der beiden Verstorbenen.

Obduktion bringt Aufklärung des Todesfalls: Gewaltverbrechen liegt vor

Entdeckt wurden Mutter und Sohn am Dienstagmorgen von einer Zeugin, die daraufhin sofort die Einsatzkräfte alarmierte. Polizei und Rettungsdienst rückten mit einem größeren Aufgebot an. Vor Ort bestätigte sich schnell der Verdacht eines Gewaltverbrechens. Die Wohnung wurde daraufhin abgesperrt, Spurensicherer und Kriminaltechniker nahmen ihre Arbeit auf.

Gerade in den ersten Stunden hielten sich die Ermittler mit Informationen noch stark zurück. Bekannt war zunächst lediglich, dass beide Personen gewaltsam ums Leben gekommen waren. Da es keine Hinweise auf ein gewaltsames Eindringen oder weitere Beteiligte gab, konzentrierten sich die Ermittlungen früh auf das direkte Umfeld. Die Obduktion brachte nun offenbar Klarheit. Nach Angaben der Ermittler erlitt die 61-jährige Frau tödliche Stichverletzungen. Anschließend soll sich der Sohn selbst getötet haben. Hinweise auf ein Fremdverschulden durch eine dritte Person gebe es derzeit nicht.

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Beklemmend: Sohn ersticht seine Mutter und tötet auch sich

Warum es zu der Tat gekommen sein könnte, bleibt bislang allerdings weiter offen. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich bislang nicht zu möglichen Motiven oder familiären Hintergründen. Auch ob es zuvor bereits Hinweise auf Konflikte oder psychische Belastungen gab, ist derzeit nicht bekannt.

Der Fall sorgt in Oberhausen-Rheinhausen und der gesamten Region Karlsruhe für große Betroffenheit. Gerade kleinere Gemeinden erleben solche Ereignisse nur selten. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit vor Ort. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern weiterhin an. Dabei geht es nun vor allem darum, die genauen Abläufe innerhalb der Wohnung sowie die Hintergründe der Tat vollständig zu rekonstruieren.

(Quellen: Kriminalpolizei Karlsruhe, dpa)