Experten warnen: Diese giftigen Tiere leben im Karlsruher Raum

Ein Ölkäfer krabbelt über den Boden. Dieses Insekt ist sehr gefährlich. Es kommt immer häufiger in deutschen Gärten vor. Die Kiefer ist schwarz.
Symbolbild © imago/Panthermedia

In den Sommermonaten steigt die Aktivität vieler Insekten deutlich an. Dabei entstehen oft Unsicherheiten über Risiken, Arten und den richtigen Umgang mit möglichen giftigen Tieren in Deutschland. Auch im Raum Karlsruhe kommen einzelne giftige Tierarten vor.

Mit den steigenden Temperaturen im Sommer vermehren sich Insekten stark und zeigen sich deutlich häufiger im Alltag der Menschen. Spaziergänge im Grünen, Gartenarbeit oder Aufenthalte am Wasser führen dann oft zu direkten Begegnungen mit verschiedenen Arten.

Giftige Tiere in Deutschland: Risiko bleibt gering

Deutschland gilt im internationalen Vergleich nicht als Land mit einer hohen Dichte gefährlicher oder stark giftiger Tiere. Dennoch existieren einige Arten, die über Gift verfügen oder Abwehrmechanismen besitzen. Diese Tatsache überrascht viele Menschen. Gleichzeitig bedeutet Gift nicht automatisch Lebensgefahr, denn die meisten heimischen Arten setzen es nur zur Verteidigung ein. In der Regel kommt es nur bei direktem Kontakt oder Bedrohung zu Reaktionen. Dadurch bleibt das Risiko für schwere Zwischenfälle insgesamt gering.

Achtung: Giftige Tierarten im Karlsruher Raum

Viele Menschen wissen nicht genau, wie sie sich bei Begegnungen mit potenziell giftigen Insekten oder Tieren verhalten sollen. Häufig entstehen Unsicherheiten darüber, ob man sich nähern darf, ob ein Tier gefährlich wirkt oder wie man im Ernstfall reagieren sollte. Dabei spielt fehlendes Wissen eine große Rolle, denn falsche Reaktionen können unnötige Risiken erhöhen. Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren, Abstand halten und Tiere nicht anfassen. Wer Arten nicht kennt, sollte sie beobachten, aber keinen direkten Kontakt suchen, um sich selbst zu schützen und das Tier nicht zu stressen.

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Im Raum Karlsruhe treten Begegnungen mit gefährlichen Tieren nur sehr selten auf. Dennoch leben dort einige Tiere, die über Gift verfügen oder Abwehrstoffe einsetzen. Dazu zählt der Ammen-Dornfinger, der als eine der giftigeren heimischen Spinnenarten gilt und sich in der Region ausbreitet. Die Nosferatu-Spinne, ursprünglich aus südlicheren Regionen, hat sich inzwischen ebenfalls etabliert und kann mit ihren Kieferwerkzeugen auch menschliche Haut durchdringen. Die Kreuzotter stellt die einzige heimische Giftschlange dar, bevorzugt jedoch kühle, feuchte Lebensräume und meidet dicht besiedelte Bereiche der Rheinebene weitgehend. Der Schwarzblaue Ölkäfer setzt bei Gefahr ein hautreizendes Gift frei, ohne selbst aktiv zu beißen, was bei Berührung zu schmerzhaften Hautreaktionen führen kann.

(Quellen: Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, Forst Baden-Württemberg, Robert Koch-Institut, NABU Baden-Württemberg, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)