
Karlsruhe wird zum Schauplatz einer kulinarischen Revolution, denn ein lokaler Imbiss serviert mit dem Oktopus-Döner den wohl ungewöhnlichsten Kebab der Stadt. Die Meinungen sind gespalten.
In Karlsruhe dreht sich jetzt ein ganz besonderer Spieß: der Oktopus-Döner. Diese neuartige Kreation sorgt für Furore – Probierlust trifft auf Tradition.
So schmeckt die Zukunft: Ein Tintenfisch erobert den Dönerspieß
Die Erfindung des Döners in den 1970er Jahren war eine deutsch-türkische Erfolgsgeschichte. Was damals in Berlin mit Lamm- und Kalbfleisch begann, hat mit dem Oktopus-Döner in Karlsruhe nun eine überraschende Weiterentwicklung erfahren. Die neu eröffnete „Pescobar“ sorgt mit diesem ungewöhnlichen Kebabspieß für Aufregung im Netz. Für 14 Euro gibt es hier das Fladenbrot nicht mit dem üblichen Hähnchen- oder Kalbsfleisch, sondern gefüllt mit mariniertem Oktopus, der wie klassisches Dönerfleisch am Spieß gegart wird. Erste Tester beschreiben den Geschmack als pur etwas intensiver, im Brot mit Soße und Salat hingegen erinnere die Konsistenz und Würze durchaus an Geflügel.
Die Meinungen in den Sozialen Medien gehen derweil stark auseinander. Unter Test-Videos sammeln sich hunderte Kommentare, von großer Probierlust bis hin zu entsetztem Unverständnis. Viele Nutzer zeigen sich besorgt um die traditionelle Form des Döners, andere wiederum wittern eine reine Marketingaktion. Die Idee ist nicht ganz neu, aber in Deutschland noch eine Seltenheit. Vorreiter gab es in Berlin, Köln und London. Während der Oktopus-Döner die Gemüter erhitzt, pflegt Karlsruhe parallel eine lebendige Kultur der traditionellen Kebab-Läden. Wer den Klassiker schätzt, kommt in der Fächerstadt definitiv auf seine Kosten.
Karlsruhes kulinarische Rebellion löst Begeisterung aus – und Entsetzen
An der Spitze steht dabei – laut Google-Bewertungen – der Eleven Kebab am Kronenplatz. Mit 4,9 Sternen überzeugt der Imbiss durch Frische und Qualität. Nach dem Motto „Everything Homemade“ werden hier sogar die Spieße selbst gesteckt. Wer Abwechslung sucht, wird bei Namiks Kitchen fündig, das mit einem Pita Burger – einer Mischung aus Burger und Döner – punktet. Das syrische Restaurant Rote Bete bietet seine Wraps mit Hähnchen, Kofta oder Falafel an und ist zudem bei Vegetariern sehr beliebt. Und im Truvas Restaurant kann man den Döner in gemütlicher Atmosphäre mit typisch türkischem Flair genießen.
Ob man sich also an die neue Kreation des Oktopus-Döners wagt oder lieber bei den bewährten Klassikern bleibt – Karlsruhes Imbiss-Szene hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Die Diskussion um den richtigen Döner ist damit so lebendig wie nie.
(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider-Redakteure, Social Media)














