Fastnachter kämpfen in Karlsruhe um ihre Faschingsumzüge

Faschinumzug mit Zuschauer
Symbolbild

Karlsruhe Insider: Stadt stellt Zuschüsse in Frage.

In Karlsruhes Sparprogramm schwebt das Damoklesschwert über der organisierten Fastnacht. Müssen die Fastnachtsvereine ihre beiden großen närrischen Umzüge durch die City und Durlach bald durch den Verkauf von Buttons mitfinanzieren?

Buntes und närrisches Treiben gegen Schmuddelwetter und Kälte. Der Trick der Fastnachter, herumtollen und fröhlich sein, den grauen Alltag vergessen. In Karlsruhe ziehen Motivwagen und fröhliche Fußgruppen am Fastnachtssonntag durch Durlach und Aue sowie am Fastnachtsdienstag durch die Karlsruher Innenstadt. Doch jetzt brauen sich dunkle Wolken über den Umzügen zusammen. Schuld ist der städtische Sparkurs.

Der turbulente Schlussspurt der Karlsruher Fastnacht wird im Wesentlichen aus der Stadtkasse bezahlt. In jedem Jahr werden 33.000 Euro an das Festkomitee gezahlt, dazu bekommt das Organisationskomitee zusätzlich 25.000 Euro für ihren eigenen Umzug.

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Jetzt aber steht der Zuschuss an die Fastnachter auf der Streichliste für den nächsten Doppelhaushalt, der im Dezember zu beschließen ist. Im Kulturausschuss löst dies am Donnerstagabend Diskussionen aus. Auf den ersten Blick geht es um fast 200.000 Euro pro Jahr. So viel lässt sich die Stadt die beiden Straßenumzüge mit bei gutem Wetter bis zu 100.000 Besuchern kosten.

Damit soll jedoch bald Schluss sein.