
Die anhaltende Hitze und die extreme Trockenheit haben am Wochenende für zahlreiche Brände in Baden-Württemberg gesorgt. Besonders rund um Karlsruhe mussten Feuerwehren gleich mehrfach ausrücken. Innerhalb weniger Tage gerieten Felder und Grünflächen in Brand.
Der größte Einsatz ereignete sich am Samstag in Stutensee. Dort stand ein rund fünf Hektar großes Stoppel- und Brachfeld in Flammen. Weil sich das Feuer rasend schnell in Richtung eines Wohngebiets ausbreitete, rückten mehr als 120 Feuerwehrleute an. Die Einsatzkräfte warnen dringend vor einer weiterhin hohen Brandgefahr.
Flammen-Alarm bei Karlsruhe – Mehr als 100 Feuerwehrleute rücken aus
Die Flammen griffen bereits auf die Grünanlagen einer Wohnanlage über und konnten erst unmittelbar vor den Gebäuden gestoppt werden. Aus Sicherheitsgründen mussten 27 Bewohner einer betreuten Wohneinrichtung vorübergehend in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Bereits wenige Tage zuvor hatte ein Flächenbrand an der B36 bei Linkenheim-Hochstetten einen Großeinsatz ausgelöst. Das Feuer breitete sich auf einem abgeernteten Getreidefeld aus und führte zeitweise zur Vollsperrung der Bundesstraße. Mehr als 100 Einsatzkräfte verhinderten, dass sich die Flammen weiter ausbreiteten. Auch dort gab es keine Verletzten.
Ganz Baden-Württemberg in Aufruhr: Feuerwehr im Dauereinsatz
Mit den beiden Einsätzen reiht sich die Region in eine Serie von Flächenbränden ein, die Baden-Württemberg am Wochenende beschäftigte. Auch in anderen Landkreisen gerieten Felder, Wiesen und Heuballen in Brand. Ursache ist nach Einschätzung der Einsatzkräfte vor allem die anhaltende Trockenheit. Schon ein kleiner Funke kann derzeit ausreichen, um trockene Vegetation in Brand zu setzen.
Der Deutsche Wetterdienst stuft die Wald- und Vegetationsbrandgefahr weiterhin als hoch ein. Feuerwehr und Behörden appellieren deshalb an die Bevölkerung, auf offenes Feuer zu verzichten, keine Zigaretten in die Natur zu werfen und Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abzustellen. Gerade in den kommenden Tagen dürfte sich die Lage durch die angekündigten hohen Temperaturen weiter verschärfen. Deshalb ist besondere Vorsicht gefragt.
(Quellen: SWR, Deutscher Wetterdienst, Feuerwehr Stutensee)














