Flüchtlingsstrom: Karlsruhe steht vor großer Herausforderung

Neue Wohnhäuser in der Stadt
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Es gibt immer mehr Kriegsflüchtlinge. Diese suchen Schutz in Deutschland. Doch der aktuelle Zustrom ist zu groß.

Bereits 2015 gab es eine Flüchtlingswelle. Auch diese hatte Folgen für die Städte und Gemeinden bei Karlsruhe. Doch aktuell flüchten noch viel mehr Menschen vor dem Krieg. Somit sind die Herausforderungen diesmal noch größer.

Gemeinden stoßen an ihre Grenzen

Derzeit nimmt der Flüchtlingsstrom nicht ab. Vor allem aus der Ukraine flüchten immer mehr vor dem Krieg. Für die Gemeinden eine enorme Herausforderung. Denn sie haben keine Kapazitäten mehr, um diese Menschen aufzunehmen.

Die Städte bei Karlsruhe versuchen fieberhaft noch Quartiere jeglicher Art für die Flüchtlinge freizuräumen. Doch sie stoßen dabei an ihre Grenzen. Denn die Kapazitäten sind allmählich aufgebraucht. Denn insgesamt kommen pro Monat etwa 350 neue Menschen in den Landkreis Karlsruhe.

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Die Solidarität ist hoch

Deswegen nehmen die Städte und Gemeinden überhaupt diese Anzahl an Menschen aus der Ukraine auf. Sie suchen immer wieder nach neuen Unterkünften. So etwa in einem Praktiker Baumarkt. Doch dies ist natürlich nur eine vorübergehende Lösung. Es müssen Anschlussunterbringungen geschaffen werden. Denn die Menschen aus der Ukraine bleiben voraussichtlich länger in Deutschland.

Bereits fest haben die Gemeinden schon Hunderte von Menschen aufgenommen. Und der Strom ebbt nicht ab. Die Anzahl der Menschen, die in der Region Zuflucht suchen, übertrifft die Syrien-Krise bei Weitem. Doch Menschen abzulehnen, kommt für die Gemeinden nicht in Betracht. Sie sehen es als ihre kommunale Aufgabe, zu helfen und zu unterstützen.

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Es werden Gemeinschaftsunterkünfte vorbereitet

Der Wohnungsmarkt in Deutschland ist knapp. So auch im Raum Karlsruhe. Daher werden die Menschen zunächst in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Dies geht meist zügig. Die Gemeinde kümmert sich dann um Anschlussunterkünfte. Sie mietet Wohnungen für die Flüchtlinge an.

Doch Wohnungen gibt es nicht genug. Daher müssen neue Unterkünfte her. Einige Gemeinden planen deswegen schon mehrere Neubauten von Mehrfamilienhäusern. Dies sollen eigens für soziales Wohnen und die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Diese Wohnungen sollen im dritten Quartal 2023 beziehbar sein.