
Neue fossile Energieprojekte sorgen für ordentlich Zündstoff. Auf einer Karlsruher Klimademo mit über 500 Teilnehmern haben Aktivisten und Kritiker nun Stellung bezogen. Sie haben klare Forderungen, für die sie immer wieder auf die Straßen gehen.
Das wollen sie sich nicht gefallen lassen: Weil Klimaschützer mit einem neuen Bauvorhaben für Karlsruhe nicht einverstanden sind, regt sich Widerstand. Auch Umweltverbände sind alarmiert.
Aktivisten gehen auf die Straße: Karlsruher Klimademo mit über 500 Teilnehmern
Trotz der Energiewende und Klimakrise braucht Deutschland neue Gaskraftwerke ‒ das prognostiziert die Bundesnetzagentur. Bis zum Jahr 2035 wird sich die zusätzlich benötigte Kraftwerkleistung demnach wohl auf bis zu 36 Gigawatt belaufen. Deshalb plant die Regierung den Ausbau von Kraftwerken. Doch die Pläne sind umstritten und Kritiker machen auf die Herausforderungen angesichts der Klimaprobleme aufmerksam. Auch in Karlsruhe regt sich Widerstand ‒ und dieser zeigte sich jetzt auf einer Klimademonstration, die in der Region für viel Aufsehen sorgte.
Keine Chance: Warum Klimaschützer mit diesem neuen Projekt nicht einverstanden sind
Der Grund für die Klimademo ist das neue Gaskraftwerk RDK 9, das in Karlsruhe entstehen soll. Es handelt sich um ein Projekt der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Das neue Werk soll das bisherige Steinkohlekraftwerk RDK 8 ablösen. Auf diese Weise will man die Versorgung mit Strom und Fernwärme ‒ ergänzend zu den erneuerbaren Energien ‒ sicherstellen. Im Falle von Versorgungsproblemen würde das Kraftwerk einspringen. Weil die Weltklimakonferenz COP30 vom 10. bis zum 21. November in Belém (Brasilien) stattfindet, hat das Aktionsbündnis Fridays for Future überall auf der Welt zu Protesten aufgerufen.
Klimaschützer und Umweltverbände kritisieren den Bau des neuen Kraftwerks in Karlsruhe und verweisen darauf, dass es zahlreiche ungeklärte Fragen gäbe. Sie sehen den langfristigen Umstieg auf klimafreundliche Versorgungsmöglichkeiten bedroht und machen auf alternative Technologien aufmerksam. Zudem fordern sie weiterhin den Ausbau von Biogas. Etwa 550 Menschen haben sich der Aktion in Karlsruhe am 14. November angeschlossen. Auch in Zukunft dürfte der geplante Bau des Gaskraftwerks für Proteste sorgen, denn fossile Energieprojekte bleiben angesichts der Klimakrise weiterhin umstritten.
(Quellen: Fridays for Future Karlsruhe, Klimabündnis Karlsruhe)














